Belgien ist seit 2017 Träger des europäischen Pilotprojekts für die EDC-Karte. Diese Karte bescheinigt, dass eine Person in den Bereichen Sport, Freizeit und Kultur besondere Aufmerksamkeit benötigt. Der europäische Behindertenausweis wird bereits in acht Ländern genutzt. Die Partner, die sich an diesem Projekt beteiligen, verpflichten sich, den Inhabern der Karte in gewissen Bereichen angemessene Unterstützung anzubieten.
Ab dem 1. Januar 2024 wird die Ausstellung der EDC-Karte (European Disability Card) für Personen, die eine Bescheinigung über die Anerkennung einer Beeinträchtigung erhalten, automatisiert. Eine wichtige Entscheidung, die am Mittwoch von den für die Beeinträchtigtenpolitik zuständigen Ministern und Staatssekretären auf föderaler Ebene und in den Teilstaaten getroffen wurde. Mit dabei war auch der für Soziales und Gesundheit zuständige DG-Minister Antonios Antoniadis (SP).
Vor dem Hintergrund, dass bisher nur etwa 150.000 Personen eine EDC-Karte beantragt haben, obwohl in Belgien fast eine Million Menschen mit einer Beeinträchtigung anerkannt sind, wird der Ausweis in unserem Land künftig automatisch ausgestellt, sobald die Anerkennungsbescheinigung vorliegt.
Verabschiedet wurde ebenfalls die interföderale Strategie für Menschen mit Beeinträchtigung 2021-2030, die darauf abzielt, institutionelle Barrieren abzubauen, um die Rechte solcher Menschen zu gewährleisten. Dabei will sich Belgien an den internationalen Anforderungen und Verpflichtungen orientieren, die im Rahmen der Übereinkunft über die Rechte von Menschen mit Unterstützungsbedarf getroffen wurden.
In diesem Rahmen haben erstmals alle Beratungsgremien für Menschen mit Beeinträchtigung an einer gemeinsamen Stellungnahme in Bezug auf die Rechte von betroffenen Personen auf Eingliederung in die Gesellschaft gearbeitet. (red/um)

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