Es ist bereits das elfte Mal, dass ostbelgische Kinder als Jury-Mitglieder beim „Goldenen Spatz“ dabei sein werden. Insgesamt hatten sich im Januar rund 20 Kinder aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft im Alter zwischen 9 und 13 Jahren beim „Goldenen Spatz“ beworben. Sie alle haben einen Bewerbungsbogen ausgefüllt und eine Kritik zu einem Film ihrer Wahl geschrieben, wie das Medienzentrum mitteilt.
Die zehnjährige Nele wählte den Film „Once upon an time“ für ihre Filmkritik. Sie mag Tanzen, basteln und Theater und schrieb auf die Frage, welchen Film sie gern sehen würde, dass sie sich eine Verfilmung von „Das magische Baumhaus“ wünscht. Der zwölfjährige Linnard schrieb seine Kritik über den Film „Rettungshund Ruby“. Er mag Fußball und Volleyball und würde gern die Abenteuer mit seinen Freunden verfilmt sehen. Für die Vergabe der begehrten Kinderjuryplätze arbeitete sich ein Komitee rund um die neue Festivalleiterin Elisabeth Wenk und die Verantwortliche für die Kinderjurys, Katharina Trautmann, durch insgesamt 692 Bewerbungen. Insgesamt wurden 34 Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren ausgewählt. Sie kommen aus allen deutschen Bundesländern, aus Österreich, Südtirol, der Schweiz, der Deutschsprachigen Gemeinschaft, dem Fürstentum Liechtenstein, Luxemburg, der deutschen Minderheit in Dänemark und – zum ersten Mal – der deutschsprachigen Minderheit Rumäniens. Die meisten Bewerbungen (101) kamen wieder aus Nordrhein-Westfalen. Bei den Bewerbungen aus dem deutschsprachigen Ausland ist die DG seit Jahren Spitzenreiter. Die Jurykinder sind die wichtigsten Teilnehmer des Festivals, denn hier ist ausdrücklich ihre Meinung über das für sie gemachte Angebot gefragt.
Während der Festivalwoche sichten sie sechs Tage lang das gesamte Wettbewerbsprogramm. Sie müssen sich eine Meinung bilden, mit anderen Kindern darüber diskutieren und gemeinsam bestimmen, welcher der Wettbewerbsbeiträge einen Hauptpreis bekommt. Denn wer einen der begehrten „Goldenen Spatzen“ mit nach Hause nehmen darf, entscheidet allein die Kinderjury. Die Kinder verleihen auch selbst die „Goldenen Spatzen“ im Rahmen der offiziellen Abschlussgala am Freitag, 9. Juni, im Kulturbahnhof Erfurt. Dabei werden sie mit der Journalistin und Moderatorin Nadine Hadad auf der Bühne stehen, deren Karriere einst als Kinderreporterin beim KiKa begann und die verschiedene TV-Formate für eine jüngere Zielgruppe moderiert, wie z.B. die PULS Reportagen des Bayrischen Rundfunks. Das jährlich in Gera und Erfurt stattfindende Deutsche Kinder-Medien-Festival „Goldener Spatz“ ist das größte seiner Art in Deutschland und richtet sich an Publikum und Fachleute. Der „Goldene Spatz“ bietet ein Forum für Vertreter der Film-, Fernseh- und Onlinebranche, Medienexperten, Pädagogen, Journalisten, Politiker und das Zielpublikum. Die Meinung der Kinder zu dem für sie gemachten Angebot ist besonders gefragt. Das Festival bietet einen Überblick über deutschsprachige und koproduzierte Filme, Fernsehbeiträge sowie Onlineangebote für Kinder. Es geht darum, hochwertige und innovative Produktionen zu fördern und auszuzeichnen. Im Wettbewerbsprogramm Kino-TV wetteifern diesmal 32 Filme und Fernsehbeiträge um die Trophäen. Die Kategorien des Wettbewerbs Kino-TV sind: Langfilm, Kurzfilm, Serie Live-Action, Information/Dokumentation/Dokumentarfilm und Unterhaltung. In diesem Jahr spielen besonders Themen wie Freundschaft und Familie, Magie, Mut und Ängste, aber auch Diversität, Respekt und Teilhabe eine große Rolle.
Im Wettbewerb Digital werden Angebote bei einer Ausstellungswelt dem Publikum zugänglich gemacht.
Darüber hinaus werden im Wettbewerb Digital die nominierten digitalen, audiovisuellen Medienangebote aus dem deutschsprachigen Raum im Rahmen einer Ausstellungswelt dem Publikum zugänglich gemacht. Die sechs nominierten Erzählangebote verbinden auf clevere Art Geschichten mit digitalen Medienformaten, von liebevoll gestalteten Vorlese-Apps über interaktive Geschichten und Bücher, bis hin zu spannenden und informativen Webformaten und Games. Im begleitenden medienpädagogischen Angebot gibt es auch in diesem Jahr wieder eine „Pop Up-Medienwerkstatt“, in der Kinder Roboter programmieren, Filme drehen, die Green Screen-Technik ausprobieren und nach Herzenslust tüfteln, bauen, schrauben und experimentieren dürfen. Das Festival startet in diesem Jahr mit der feierlichen Eröffnung am Sonntag, 4. Juni, in Gera und endet wie bereits erwähnt am Freitag, 9. Juni, mit der Preisverleihung im Kulturbahnhof Erfurt. (red/sc)

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