Ausreißer Bais siegt bei erster Giro-Bergankunft – Evenepoel weiter Zweiter

<p>Davide Bais sicherte sich den Sieg bei der siebten Giro-Etappe.</p>
Davide Bais sicherte sich den Sieg bei der siebten Giro-Etappe. | Foto: Photo News

Evenepoel kam bei der Mammut-Auffahrt auf das schneebedeckte Hochplateu Campo Imperatore zeitgleich mit Favoritenkonkurrent Primoz Roglic (Slowenien) und dem Deutschen Lennard Kämna ins Ziel. Das Podium hinter Bais komplettierten nach der 218 km langen siebten Giro-Etappe der Tscheche Karel Vacek und mit dem Italiener Simone Petilli ein Teamkollege von Laurenz Rex bei Intermarché-Circus-Wanty. Rex selbst fuhr auf Rang 121 ins Ziel.

Richtig steil wurde es erst kurz vor dem Ziel auf über 2.100 Höhenmetern. Auf Attacken verzichteten die Klassementfahrer jedoch. Im Rosa Trikot blieb daher Andreas Leknessund (Team DSM), Evenepoel zeigte sich von seinen Stürzen am Mittwoch gut erholt, der Vuelta-Champion und Sieger von Lüttich-Bastogne-Lüttich sprintete auf Platz vier. „Es war ein langer Tag, über sechs Stunden saßen wir im Sattel. So weit oben war es ziemlich kalt, und wir hatten starken Gegenwind. Deshalb hat niemand einen Angriff gewagt“, erklärte Evenepoel: „Ich wusste, dass der Sprint nichts ändern würde, habe ihn aber trotzdem mitgemacht, um Probleme zu vermeiden. Es ist ja immer besser, vorne statt hinten zu enden. Und ich habe diesen Sprint immerhin gewonnen. Ob es ein Prestigekampf mit Roglic war? So würde ich es nicht nennen.

Für Evenepoels Alpecin-Deceuninck-Kollegen Nicola Conci (Italien) ist der Giro wegen eines positiven Coronatests vorzeitig beendet.

Die achte Etappe führt am Samstag über 207 km von Terni nach Fossombrone. Das Profil ist wellig, drei späte Bergwertungen bieten Ausreißern gute Erfolgsaussichten. Am Sonntag steht das zweite Zeitfahren über 35 km auf dem Programm, eine gute Gelegenheit für Auftaktsieger Evenepoel, das Rosa Trikot zurückzuerobern. (sid/belga/tf)

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