Geräumtes deutsches Dorf Lützerath ist für Kohleabbau fast weg

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Zwei Drohnenbilder zeigen den Standort des ehemaligen Weilers Lützerath am 19.01.2023 (links) und am 17.04.23 (rechts). | Foto: Henning Kaiser/dpa

Die Bagger des Tagebaus Garzweiler haben bereits den größten Teil der Fläche abgetragen, um an die darunterliegende Braunkohle zu kommen, wie ein RWE-Sprecher mitteilte. Viele Menschen hatten in dem Dorf südwestlilch von Düsseldorf bis zuletzt gegen den im Januar erfolgten Abriss und weiteren Kohleabbau protestiert.

Angesichts der Energiekrise setzt die deutsche Regierung, an der die Grünen beteiligt sind, auch wieder verstärkt auf Kohlekraftwerke. Der Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie wurde indes mit dem Abschalten der letzten drei Atomkraftwerke am 15. April endgültig vollzogen.

Zwischenfälle mit Aktivisten gab es demnach in den vergangenen Wochen nicht mehr. Die Arbeiten seien weit fortgeschritten und verliefen planmäßig, hieß es. Unter dem Gebiet des Tagebaus befinden sich drei Flöze Braunkohle in rund 40 bis 210 Metern Tiefe.

Aktivistinnen und Aktivisten hatten die wenigen Häuser des Weilers besetzt oder lebten in Baumhäusern und Zelten auf dem Gelände, um Lützerath zu erhalten. Mitte Januar räumte die Polizei das Protestdorf. Noch während der Räumung fällte RWE Bäume und riss erste Häuser ab. Das letzte Gebäude wurde bereits drei Tage, nachdem die letzten Aktivisten das Gelände verlassen hatten, abgerissen. (dpa/calü)

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