Ecolo Ostbelgien spricht sich gegen gemeinsame Liste aus


Das gaben die Grünen am Donnerstag bekannt. Hintergrund ist die Studie des ostbelgischen Politologen Mike Mettlen, wonach die DG durch eine gemeinsame Liste mehrerer Parteien besser auf EU-Ebene repräsentiert sein könnte. Die Ecolo-Mitglieder hätten sich jedoch einstimmig für den Vorschlag des Vorstands ausgesprochen, mit einer eigenen Liste anzutreten, hieß es in einer Mitteilung des Regionalpräsidiums.

„Zentraler Grund ist hier die Tatsache, dass wir durch den engen Zeitrahmen und den Verlauf der Gespräche die Verbesserung der Repräsentation durch das Mandat nicht gewährleistet sehen. Nur eine vernünftige Umsetzung des Vorschlags von Mike Mettlen macht in unseren Augen Sinn“, heißt es wörtlich in einer Mitteilung von Ecolo.

Eine parteiübergreifende Liste sollte als Fundament für eine gemeinsame Arbeit für die Europapolitik in Ostbelgien dienen und nicht den Eindruck erwecken, aufgrund von parteilichen Interessen zustande gekommen zu sein. „Eine gemeinsame Liste, die nur als Parteien-Deal verstanden wird, macht für uns keinen Sinn“, so die Grünen, die am 12. März über die eigene EU-Liste bestimmen möchten.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung in dieser Woche haben die Grünen auch weitere Plätze auf der PDG-Liste besetzt. Hinter Spitzenkandidat Freddy Mockel (48, Eupen) wird die 32-jährige Inga Voss auf Platz zwei kandidieren. Auf Platz drei steht Andreas Jerusalem (33) vor Dominique Wey (57) auf Platz vier. Als Listendrücker (Platz 25) bei Ecolo kandidiert der ehemalige Gemeinschaftsminister Hans Niessen. (sc/red)

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