Jazz im Foyer bietet bis Juni noch manches Highlight

<p>Jazz im Foyer geht noch bis zum Juni.</p>
Jazz im Foyer geht noch bis zum Juni. | Foto: Veranstalter

Am darauffolgenden Samstag präsentierte die Boris Schmidt Band ihr Album „NOW“. Melodischer Jazz voller Anlehnungen an Pop, Blues und Swing, Erinnerungen an Barockmusik in manchen Melodieläufen – ein musikalisch eindrucksvoller Auftritt.

Nun kommt am 25. März mit Toine Thys’ Projekt „Orlando“ ein sehr atmosphärisches Quartett ins Foyer. Inspiriert durch Virginia Woolfs gleichnamiger Figur geht die Band auf Reisen durch die Zeit – und kreiert eine abenteuerliche Musik, die viele Möglichkeiten auslotet. Die Konzentration ist spürbar, und die Musiker orientieren sich an ihrem Instinkt und Vertrauen: eine Vielfalt an Stilen und Tönen, in der Freude und Melancholie in jedem Moment nebeneinander liegen.

Am 1. April spielt die lang erwartete Christoph Titz Band im Jünglingshaus. Der in Berlin lebende Aachener ist in Jazzkreisen längst kein Unbekannter mehr. Das liegt sicherlich auch daran, dass der charismatische Bandleader zu allererst einmal ein positiv denkender Mensch ist. Und zwar einer mit entsprechendem Feeling, einem guten Ton, erfrischend unprätentiösem Ansatz und dem klaren Instinkt für den richtigen Ton: freie Improvisationen bis hin zu klassischen Walking Lines über einen zwingenden Groove, die nicht nur einmal an deutliche Inspirationsquellen wie Miles oder John Scofield erinnern.

Neu in der Reihe ist Aligaga, ein junges freies Kreativ-Quintett aus Maastricht. Der Erfolg dieses frischen Konzepts ohne Restriktionen und mit neuen Klängen und Rhythmen zu musizieren steht nach fünf Alben außer Frage. Der neueste Albumtitel „Music Might Help“ kann wörtlich genommen werden: am 15. April im Foyer das Jünglingshauses.

Den Abschluss des ersten Jazz-Im-Foyer-Turnus bildet am 3. Juni das Casimir Liberski ReTRio mit seinem Zelda Suite Projekt. Am Anfang dieses Projekts stand die Idee, historische Videospiel-Themen zu nehmen und ihnen einen Jazz- oder sogar Free-Jazz-Anstrich zu geben. Die Expertise dafür bringt Casimir Liberski „spielend“ mit. Der Pianist, Komponist und Improvisator hat sich nach seinem Abschluss am Berklee College of Music etwa ein Jahrzehnt lang in New York City einen Namen gemacht.

Karten sind wie gewohnt erhältlich bei KultKom, Kirchstraße 15, Tel. 087/74 00 28 (Mo-Fr: 9-16 Uhr), per Online-Reservierung unter www.kultkom.be; tickets@kultkom.be
oder an der Abendkasse.
(red/hegen)

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