In Ostbelgien sind laut Ministerium über 550 Menschen aus der Ukraine seit März 2022 angekommen (über die Hälfte in der Eifel). „Für manche Ukrainerinnen und Ukrainer ist Ostbelgien bereits zu einer zweiten Heimat geworden und sie sind unendlich dankbar dafür“, schreibt die Anlaufstelle Info-Integration. „Die Kinder wurden erfolgreich eingeschult, und manche verlassen schon die Integrationsklassen und steigen mit in den regulären Unterricht ein, wohl mit weiterem Akzent auf Sprachunterricht.“ Eltern besuchten auch Deutschkurse, manche lernten auch Französisch. Viele Flüchtlinge würden gerne eines Tages einen Arbeitsplatz bekommen, wenige von ihnen haben es schon geschafft. „Aber dazu müssen sie natürlich zwei große Hindernisse überwinden: die Sprachbarriere und die Anerkennung von Berufs- oder Bildungsabschlüssen.“
Info-Integration des Belgischen Roten Kreuzes will die Menschen unterstützen. Mit Unterstützung der DG wurden zwei neue Stellen beschaffen. Eine zur Begleitung der ukrainischen Geflüchteten, und die zweite war die Übersetzerin und Dolmetscherin im Rahmen des sozialen Übersetzungsdienstes Traduko. Bei Info-Integration bekommen Menschen Informationen, damit sie sich schneller in der neuen Situation zurechtfinden und die Kommunikationsschwierigkeiten überwinden. Die Anlaufstelle bietet die nötige Unterstützung und begleitet die Neuangekommenen zu medizinischen, psychologischen, pädagogischen, sozialen und juristischen Diensten und hilft ihnen Kontakte zu Anwohnern, Vereinen und Verbänden herzustellen.
Dafür gibt es konkrete Beispiele: So wurde auch Olga begleitet, die Mutter eines von Geburt an schwer kranken Kindes: „Ich bin unendlich dankbar, dass ich hier mit meinem Sohn sein kann, der eine effiziente medizinische und pädagogische Versorgung erhält. Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich wieder Hoffnung, dass es meinem Sohn gut gehen wird“, wird die Betroffene zitiert. Neben der Unterstützung der Behörden haben Geflüchtete auch seitens der Bevölkerung Hilfe erhalten.
Irina musste sich für eine noch unbekannte Dauer von ihrem Ehemann und ihrem Sohn trennen, die die Ukraine nicht verlassen durften. Nur ihre Tochter, die ihren Vater und Bruder sehr vermisst, ist mit ihr seit September in Belgien. „Belgien und seine Menschen tun so viel, um uns den Aufenthalt hier so angenehm wie möglich zu machen, ich verneige mich vor ihnen dafür“, sagen sie. (red/sc)
Infos auf der Webseite www.info-ostbelgien-ukraine.be. Fragen oder Anregungen rund um die Geflüchteten aus der Ukraine bei Info-Integration unter 0497/522 783.

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