Der aus rund 20 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern bestehende Verband, darunter eine Handvoll Ostbelgier, ist bereits seit dem Jahr 2002 aktiv. Ziel des Verbands ist das Interesse an der deutschen Sprache zu wecken und die Förderung des Deutschen den spezifischen Gegebenheiten der Wallonischen Region anzupassen. Seit letztem Jahr arbeitet der Verband deshalb auch eng mit der Regierung der Wallonischen Region zusammen. So hat man gemeinsam mit Ministerpräsident Willy Borsus (MR) den „Tag der deutschen Sprache“ ins Leben gerufen. Dieser wurde in Namur anläßlich der Unterzeichnung des Abkommens zur Übertragung von u.a. Raumordnung und Wohnungsbau an die DG verkündet. Bei der Sitzung der Sprachförderer in Namur wurde die Erstauflage, die am 17. Oktober 2018 erstmals stattfand, ausgewertet.
Gemeinsam mit Vertretern des Kabinetts Borsus sowie des Kabinetts Paasch zogen die Mitglieder ein positives Fazit. Der Verbandsvorsitzende Prof. Dr. Manfred Peters: „Wir hatten schon lange darauf hingearbeitet, aber erst dank der Unterstützung des Kabinetts von Ministerpräsident Willy Borsus und von Frau Baltus-Möres konnte dieses Projekt realisiert und erfolgreich umgesetzt werden.“
Auch die Beteiligung der Deutschsprachigen Gemeinschaft wurde lobend hervorgehoben. So reihten sich zahlreiche weitere Sensibilisierungsaktionen wie z.B. gemeinsame Schulbesuche von Ministerin Weykmans und Minister Pierre-Yves Jeholet oder Schüleraustausche in Namur und Kettenis in die Kampagne ein. „Es geht nicht nur um einen Tag, sondern um eine ständige Sensibilisierung!“, meinte Jenny Baltus-Möres, „und dies auch im Interesse unserer frankophonen Mitbürger, da Deutschkenntnisse in der Wallonie ein Schlüssel zum beruflichen Erfolg sind.“
Auf der anderen Seite setzt sich der Verband dafür ein, dass der Sprachengesetzgebung im Hinblick auf Deutsch in der Wallonischen Region verstärkt Rechnung getragen wird. So schrieb Prof. Peters erst kürzlich Forstminister Collin an, um auf das bestehende Ungleichgewicht der Sprachen hinzuweisen.
Der Verband warf aber auch einen Blick nach vorne und auf die diesjährige Ausgabe am 16. Oktober 2019: Geplant ist u. a. ein Wettbewerb zur Gestaltung eines neuen Logos, in den sowohl deutschsprachige als auch frankophone Jugendliche eingebunden werden. Auch sollen die Schulen noch besser in die Aktion einbezogen und frühzeitig informiert werden.
Besonders freute sich die Abgeordnete über die Rückmeldung aus dem Kabinett Borsus, dass ihr Vorschlag, ein festes Budget für den „Tag der deutschen Sprache“ im Haushalt der Wallonie auf offene Ohren stößt. „Über eine Haushaltsanpassung ist dies möglich“, so Pauline Bievez vom Kabinett Borsus.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt lautete „Deutsche Sprache und Wirtschaft“. Verbandsmitglied F.C. Bourseaux griff die Problematik auf, dass immer mehr Unternehmen in Belgien Englisch als dritte Sprache wählen – sehr zum Leidwesen der Ostbelgier und ihrer politischen Vertreter.
Auch weiterhin will er bei den Verantwortlichen auf Sinn und Notwendigkeit der Kommunikation in deutscher Sprache hinweisen. (red/os)

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