In seinem Informationsblatt „Eupen erleben“ geht die Stadt auf die Folgen der Hochwasserkatastrophe in der Unterstadt ein.
In einer Zeitleiste werden die notwendigen Infrastrukturvorhaben und die voraussichtliche Dauer der umfangreichen Arbeiten dargestellt: von der Brückensanierung Alte Malmedyer Straße bis zum multifunktionalen Gebäudekomplex Hillstraße. Wahrlich eine Riesenherausforderung für die Stadt.
Von Frühjahr 2023 bis Frühjahr 2024 soll demzufolge auch die Tennishalle auf der Hütte wieder Instand gesetzt werden.
Es fällt auf, dass in dieser Zeitleiste jedoch keine Rede vom Eupener Wetzlarbad ist.
Mehr dazu erfährt der/die LeserIn im Artikel selbst.
Dort wird erklärt, dass das Gemeindekollegium „die Hoffnung nährt, dass ab dem übernächsten Jahr dort endlich wieder geplanscht, geschwommen und getaucht werden kann.“
Diese Hoffnung wird wohl gleichermaßen auf die Probe gestellt, wenn man erfährt, dass für den Stillstand an der Hütte „nicht mangelnder Wille der städtischen Instanzen oder der autonomen Gemeinderegie Tilia“ verantwortlich sei, sondern die Tatsache, „dass sich Betreiber Lago mit den Versicherern noch nicht auf eine Schadenregelung hat einigen können.“
Ups... Auch anderthalb Jahre nach der Katastrophe streitet sich Lago also mit der Versicherung... und die Stadt Eupen bzw. Tilia als Besitzerin des Bades schaut als unbeteiligter Zaungast zu?
Wie sind vor diesem Hintergrund dann aber die Äußerungen des Lago-Verantwortlichen zu verstehen, im Herbst 2023 das Bad wieder in Betrieb nehmen zu können. Auch nur eine damalige unbegründete Hoffnung?
Leider wird in dem Artikel nicht der Name der Versicherung genannt (um zumindest als Privatperson da in Zukunft einen Bogen drum zu machen) und auch nicht Einzelheiten, was die strittigen Knackpunkte dieser Schadensregelung sind.
Konnte man nach den in den Medien gemachten Aussagen noch glauben, es seien die strukturellen Anpassungen des Bades in Sachen Energieversorgung (so sei u.a. zu prüfen, ob das Dach des Bades eine Photovoltaikanlage tragen kann!?) und Nachhaltigkeit, bzw. die Korrektur der vs. Fehlplanungen, die den Wiederaufbau verzögerten, so wird der Schwarze Peter jetzt weiter gereicht.
Wie dem auch sei, dem Unverständnis und der Enttäuschung tut dies keinen Abbruch.
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