Im Jemen gebe es trotz Waffenstillstands nach wie vor Berichte über Folter, willkürliche Verhaftungen, Menschenschmuggel und sexuelle Ausbeutung. Und in Afghanistan sei das Verbannen von Frauen und Mädchen aus dem öffentlichen Leben beispiellos.
Türk, der gerade in der Ukraine war, sprach von immensem Leid für die Menschen dort. Während darüber jedoch berichtet werde, gerieten andere Krisen in Vergessenheit. So werde in Mosambik fünf Jahre nach Ausbruch des Konflikts in Cabo Delgado weiter gekämpft, Menschen würden entführt und Dörfer zerstört. Fast eine Million seien vertrieben worden. In Somalia, das eine verheerende Dürre erlebt, sei die Zahl der Opfer von Angriffen der Terrormiliz Al-Shabaab von Januar bis November im Jahresvergleich um gut 50 Prozent gestiegen.
Viele Menschen fliehen vor lebensbedrohlichen Situationen.
Die am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verkündete Allgemeine Erklärung der Menschenrechte bezeichnet deren Einhaltung „als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal.“ Die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte habe „zu Akten der Barbarei geführt, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen.“
Dennoch treibe die Missachtung der Menschenrechte auch heute noch viele Menschen in die Flucht, so die UNO-Flüchtlingshilfe. Ihren Angaben zufolge sind derzeit weltweit mehr als 100-Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Sie flöhen vor Verfolgung und lebensbedrohlichen Situationen in ihren Ländern, weil sie etwa aus ethnischen, politischen, religiösen oder geschlechtsspezifischen Gründen diskriminiert, ausgegrenzt oder verfolgt würden. „Wir müssen Opfer von Menschenrechtsverletzungen aktiv unterstützen“, sagte Peter Ruhenstroth-Bauer, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe. (dpa/svm)

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