In seiner Ansprache warnte Bürgermeister Herbert Grommes: „Es ist eine Frage der Zeit, bis keiner uns mehr die schlimmen Ereignisse und Erfahrungen von damals persönlich schildern kann. Es ist deshalb mehr denn je notwendig das Erlebte festzuhalten und daran zu erinnern. (...) Wir müssen das Gedächtnis an diese sehr oft jungen Opfer wachhalten. Wir müssen verhindern, dass sich Vergessen, Unkenntnis, Gleichgültigkeit und – schlimmer noch – Verharmlosung und Verherrlichung entfalten. Sonst wächst die Gefahr bedrohlich, dass sich etwas leichter wiederholt oder schneller akzeptiert wird, weil wir womöglich weniger abgeschreckt sind.“

Wie im vergangenen Jahr, hat das Kollegium wir auch diesmal einen Baum der Erinnerung gepflanzt: „Wir möchten damit bestimmte Ereignisse, die im 20. Jahrhundert während der beiden weltumfassenden kriegerischen Auseinandersetzungen stattgefunden haben, besonders in den Fokus rücken.“ In seiner Rede zog der Bürgermeister außerdem Parallelen zur Gegenwart, gerade in Bezug auf kriegerische Auseinandersetzungen und gesellschaftliche Krise.
Abschließend lautete sein Appell: „Engagieren wir uns alle, in unserem täglichen Denken und Handeln für uns und unsere Kinder. Hinterfragen wir die Wahrhaftigkeit der Information, die uns erreicht. Suchen wir die Fakten und urteilen dann. Beteiligen wir uns konstruktiv und sachlich an der Auseinandersetzung um die echte Bewältigung der vielseitigen Krisen.“ (red/ab)

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