Zwei Polizisten waren am Donnerstagabend gegen 19.15 Uhr in Schaerbeek mit einem Messer angegriffen worden. Ein zu Hilfe gekommener Polizist setzte seine Dienstwaffe gegen den Angreifer ein, der laut Medienberichten von mehreren Schüssen getroffen wurde.
Innenministerin Annelies Verlinden (CD&V) schrieb auf Twitter, sie stehe in engem Kontakt mit der Polizei und Bürgermeister Philippe Close. Dieser bezeichnete den Vorfall als unerträgliche Tragödie. Die Präsidentin des EU-Parlaments, Roberta Metsola, schrieb, sie sei schockiert über den Mord an einem Polizisten im Dienst.
Dschihadisten und Salafisten benutzen den arabischen Ausdruck „Allahu Akbar“ oft als eine Art Schlachtruf. Eigentlich handelt es sich aber um eine zentrale religiöse Formel des Islams, die seit Jahrhunderten von Muslimen weltweit benutzt wird.
„Meine Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des verstorbenen Beamten“, so Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) auf Twitter. Er hoffe, dem anderen Beamten, der ins Krankenhaus gebracht worden war, gehe es gut.
In der Nacht zu Freitag bestätigte die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit der Tat, dass eine Person am Donnerstagmorgen auf einer Polizeiwache erklärt habe, einen Anschlag auf die Polizei verüben zu wollen. Die Person sei in eine Psychiatrie begleitet und dort dem Personal übergeben worden. Als die Beamten später erneut Kontakt zu der Einrichtung aufgenommen hätten, habe sich herausgestellt, dass die Person das Krankenhaus wieder verlassen habe.
Die staatsanwaltschaft hat für elf Uhr eine Pressekonferenz angesetzt. (dpa/belga/sue)

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