Wenn ich im GrenzEcho die Fragen von Herrn Balter und die Antworten von MP Paasch zur Personalentwicklung im DG-Ministerium lese, dann habe ich verschiedene Bedenken. Auch wenn ich oft nicht einverstanden bin mit den Positionen von Vivant, eines muss ich ihnen lassen: Es ist scheinbar die einzige Partei, welche die Frage des aufgeblähten und immer weiterwachsenden Verwaltungsapparates in Eupen anspricht. Von den anderen Oppositionsparteien CSP und Ecolo hört man wenig dazu. Wenn ich in der Heimat bin, dann höre ich viel Kritik bei Freunden und Bekannten, dass doch viele Pöstchen geschaffen werden und die Leute bezweifeln, ob dies alles auch nötig ist. Der Anwuchs von wahrscheinlich mehr als 30% in fünf Jahren spricht doch wohl Bände (leider ist ein genauer Vergleich beinahe unmöglich: wie wurden u.a. die Personalmitglieder der Gemeinschaftszentren und des Medienzentrums verbucht?). Selbst wenn man die Stellen abzieht, welche durch zusätzliche Kompetenzübertragung nötig wurden, bleibt ein starker Anwuchs. In einem Privatbetrieb entstehen auch immer neue Bedürfnisse, aber dort ist man an wirtschaftliche Realitäten gebunden und muss man eben an anderer Stelle einsparen. Bei der DG scheint nur eines sicher, ob es die Verwaltung oder die Investitionen sind, die man mit immer höheren Schulden finanziert: Grenzen gibt es keine und „The sky ist the limit“. Ich befürchte, dass in einigen Jahren, wenn Europa wieder normale Schuldenregeln auflegt und die DG immer mehr Zinsen auf ihre aufgebauten Schulden zahlen muss (weil die Zinsen sich hoffentlich wieder einem normalen Niveau annähern), nur noch eines gilt: den Rotstift ansetzen.
DG-Ministerium
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