Vliegen/Eikeri verlieren Mixed-Finale in zwei Sätzen

<p>Ulrikke Eikeri und Joran Vliegen freuen sich über Platz zwei in der Mixed-Konkurrenz.</p>
Ulrikke Eikeri und Joran Vliegen freuen sich über Platz zwei in der Mixed-Konkurrenz. | Foto: belga

Die Außenseiter lagen schnell 1:4 zurück, glichen aber zum 5:5 aus. Im Tiebreak führten Vliegen/Eikeri bereits mit 5:3, beim 5:4 schlugen sie zum Satzgewinn auf. Doch die an zwei gesetzten Shibahara/Koolhof holten nicht nur die nächsten beiden Punkte, sondern nutzten bei eigenem Aufschlag auch ihren ersten Satzball zum 7:5 und damit zum 7:6-Satzgewinn. Im zweiten Satz erspielten sich die Favoriten schnell einen Vorteil und gewannen sicher.

Nun fiebert die Tenniswelt dem Halbfinale zwischen Rafael Nadal (Spanien, an 5 gesetzt) und Alexander Zverev (Deutschland, 3) am Freitag (14.45 Uhr) entgegen. Der Weltranglistendritte wittert seine Chance, als erster deutscher Profi überhaupt in der Open Era (seit 1968) Roland Garros zu gewinnen und damit auch an die Spitze der Weltrangliste zu springen. „Einen Grand Slam zu gewinnen, ist das ultimative Ziel“, sagt Zverev. Sein Ziel. Der Olympiasieger und Weltmeister wird Nadal an dessen 36. Geburtstag am Freitag mit wilder Entschlossenheit und breiter Brust entgegentreten.

Kopf spielt entscheidende Rolle im Duell Zverev gegen Nadal

Bei einem Erfolg von Zverev könnte das Match womöglich das finale Kapitel in Nadals einzigartiger Paris-Historie werden. Immer wieder betont der spanische Ausnahmespieler, der die French Open als „wichtigsten und besondersten Ort seiner Tenniskarriere“ ansieht, dass es sein letzter Turnierstart nahe des Eiffelturms sein könnte. Sein persönlicher Arzt weicht ihm nicht von der Seite, hilft Nadal mit den Schmerzen im lädierten Fuß zurechtzukommen.

Zverev gegen Nadal – das wird nicht nur aus spielerischer Sicht ein hochklassiges Duell. Auch der Kopf wird eine entscheidende Rolle spielen. „Ich bin emotional sehr stabil“, sagt Nadal: „Ich weiß, wie die Dinge funktionieren.“ In der Vergangenheit habe er Matches verloren, „weil ich mich zu sehr unter Druck gesetzt habe, einen Grand Slam zu gewinnen“, meint Zverev, der an der Seine bislang davon zu profitieren schien, nicht von Beginn an als einer der Favoriten gehandelt zu werden. Erst mit dem Sieg über Alcaraz trat er aus dem Schatten und hinterlegte seinen Anspruch mit Nachdruck. „Von der Spielqualität her“ habe er gegen Alcaraz seine womöglich beste Leistung überhaupt bei einem Grand-Slam-Turnier gezeigt, sagt Zverev, der wie Nadal bei einem Halbfinal-Erfolg der Favorit auf den ganz großen Coup wäre. Das zweite Halbfinale bestreiten um 17.30 Uhr der Norweger Casper Ruud und Marin Cilic (Kroatien), US-Open-Champion vor acht Jahren. (belga/leo/sid)

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