„Während die Polizeireform mehr als 20 Jahre zurückliegt, stammen die Computersysteme, mit denen die Polizeidienste arbeiten, aus den frühen 1990er Jahren“, schreibt die Zeitung. Es gibt zwar eine nationale Datenbank, aber die 185 lokalen Polizeizonen haben jeweils ihre eigenen Systeme. Die föderale Polizei greift auf ein noch anderes Verfahren zurück.
Bereits im Mai 2016 hatte die Regierung Michel einen „i-Police“-Plan angekündigt. „Während man 2016 90 bis 110 Millionen Euro budgetiert hatte, rechnet man heute mit 299 Millionen Euro“, stellt L'Echo fest.
Dank „i-Police“ werden 80 von der Polizei genutzte Anwendungen durch eine einzige, zentrale Anwendung ersetzt, die alle Fälle bearbeitet. Bis Ende 2025 soll der Umstellungsprozess abgeschlossen sein.
Das System wird automatisch andere Datenbanken wie das Nationalregister die Datenbanken der Justiz durchsuchen. Algorithmen werden diese Daten mit Bildern von Kameras, Fotos, Fingerabdrücken oder anderen Dokumenten abgleichen. Auf diese Weise wird es leichter sein, Kriminelle zu identifizieren. Der Schutz der Privatsphäre soll gewährleistet sein. (belga/sue)

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