Beschäftigungsquote in der DG so hoch wie nie zuvor

<p>Isabelle Weykmans</p>
Isabelle Weykmans | Foto: David Hagemann

Warum ist das so? Aus Sicht von Isabelle Weykmans gibt es mehrere Gründe: „Viele Menschen sind gut ausgebildet. Unser Wirtschaftsstandort ist attraktiv und die Unternehmen halten viele Arbeitsstellen bereit. Zudem finden die Arbeitnehmer aus Ostbelgien ebenso im Inland, in Luxemburg oder Deutschland problemlos Arbeit. Heute sind insbesondere Frauen und ältere Personen nun deutlich häufiger berufstätig als früher und Ostbelgien hat zudem die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit. Das alles treibt die Steigerung der Beschäftigungsquote an. Positiv ist sicher auch, dass wir die Ausbildung und Beschäftigung von Arbeitsuchenden nach wichtigen Grundlagenreformen viel gezielter fördern, zum Beispiel über die Einstellungsprämien AktiF und AktiF Plus“.

Belgien habe sich verpflichtet, die Beschäftigungsquote bis 2030 auf 80 Prozent zu steigern. Dieses Ziel sei in der DG greifbar nah. An Herausforderungen mangele es dennoch nicht, so Isabelle Weykmans. Der Fachkräftemangel sei unverkennbar. Gleichzeitig suchten Menschen ihren Platz in der Arbeitswelt. „Wir brauchen mehr Flexibilität in unseren Schulungen, damit Quereinstiege einfacher gelingen. Zudem müssen wir unsere eigene Verwaltung modernisieren und Prozesse vereinfachen. Noch zu oft werden ausbildungs- und arbeitswillige Menschen oder einstellungswillige Arbeitgeber mit komplizierten Verfahren ausgebremst. Zudem möchten wir zukünftig in der Arbeitsvermittlung verstärkt auf ÖSHZ-Kunden und Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen eingehen. Beschäftigung ist ein Gewinn für jeden Einzelnen und unsere Gesellschaft.“

Was ist die Beschäftigungsquote? Die Beschäftigungsquote gibt den Anteil der Beschäftigten an der Bevölkerung in einer bestimmten Altersgruppe wieder. Meist werden die 20 bis 64-Jährigen betrachtet, oder auch die 15 bis 64 Jährigen. Es gibt verschiedenen Quellen. Im nationalen oder europäischen Kontext werden meist die Werte der sogenannten Arbeitskräftebefragung genutzt. Das ist eine in ganz Europa einheitlich durchgeführte Befragung, für die auch in der DG regelmäßig Personen befragt werden. (red/sc)

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