Die Menschen wurden vor der Küste der nordjapanischen Halbinsel Shiretoko in der rauen See und zwischen Felsen entdeckt und ins Krankenhaus gebracht. Die Einsatzkräfte hatten aus der Luft und mit Booten die ganze Nacht durch nach Überlebenden und dem Boot gesucht. Die „KAZU I“ hatte am Samstag gegen Mittag (Ortszeit) einen Notruf abgesetzt: Am Bug dringe Wasser ein, der Motor sei ausgefallen. Kurz darauf meldete die Besatzung, dass das Boot starke Schlagseite habe, bevor der Kontakt schließlich abbrach. An Bord befanden sich neben zwei Mann Besatzung 22 erwachsene Passagiere sowie zwei Kinder. Die Halbinsel im Nordosten Hokkaidos, Japans nördlichster Hauptinsel, ist wegen ihres Treibeises ein beliebtes Ausflugsziel und seit 2005 Weltnaturerbe. Japans Ministerpräsident Fumio Kishida brach wegen des Unglücks eine Dienstreise nach Kumamoto im Süden des Landes ab und kehrte noch in der Nacht zum Sonntag nach Tokio zurück. Die Suche nach Überlebenden habe höchste Priorität, sagte der Regierungschef. (dpa/ag)
Schweres Schiffsunglück vor Japan - Mehrere Vermisste geborgen

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