Ecuador hat Belgien gebeten, seinen ehemaligen Präsidenten Rafael Correa auszuliefern.

<p>Auf diesem Foto vom 11. Juni 2015 ist Rafael Correa zuammen mit König Philippe und Königin Mathilde beieinem Empfang zu sehen.</p>
Auf diesem Foto vom 11. Juni 2015 ist Rafael Correa zuammen mit König Philippe und Königin Mathilde beieinem Empfang zu sehen. | Foto: Belga/Laurie Dieffembacq

Correa ist mit einer Belgierin verheiratet und lebt seit Jahren in Brüssel. Nach Angaben seines Anwalts Christophe Marchand wird Correa in Belgien politisches Asyl gewährt. Er sei als politisch Verfolgter anerkannt, sagte der Anwalt am Samstag der deutschen Nachrichtenagentur dpa.

Correa war zehn Jahre lang Präsident des südamerikanischen Landes. Vor zwei Jahren wurde er in Abwesenheit wegen Korruption zu acht Jahren Haft verurteilt. Er soll von Schmiergeldzahlungen von Baufirmen an Politiker und Beamte gewusst haben und sogar indirekt für das Korruptionsnetzwerk verantwortlich gewesen sein. Correa wies die Anschuldigungen zurück und verwies auf seine Nachfolger, die seiner Meinung nach eine politische Kampagne gegen ihn führten.

Während seiner Amtszeit sorgte Correa für politische Stabilität und sozialen Fortschritt. Durch die Ausbeutung natürlicher Ressourcen wie Öl durch den Staat, konnten sich viele Ecuadorianer aus der Armut befreien und erhielten Zugang zu Bildung. Als Präsident baute Correa auch die Infrastruktur Ecuadors aus. Kritiker warfen ihm jedoch autoritäre Tendenzen vor. (belga/ag)

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