Welternährungsprogramm warnt vor Hungersnot in Somalia

<p>Der von der Dürre betroffene Saleeban Muse, Vater von acht Kindern, hält seine kleine Tochter auf dem Schoß im Lager für Binnenflüchtlinge Al-Hidaya am Rand der Hauptstadt.</p>
Der von der Dürre betroffene Saleeban Muse, Vater von acht Kindern, hält seine kleine Tochter auf dem Schoß im Lager für Binnenflüchtlinge Al-Hidaya am Rand der Hauptstadt. | Foto: dpa

Die Zahl der Bedürftigen habe sich seit Anfang des Jahres fast verdoppelt. Eigentlich müsse die Regenzeit beginnen, aber bislang halte eine extreme Dürre an. Das WFP habe nicht genügend Geld, um allen zu helfen, sagte Lara Fossi, die für das WFP in Somalia arbeitet, am Dienstag per Videolink in einem UN-Briefing in Genf. Der Spendenbedarf für Somalia sei erst zu vier Prozent gedeckt.

„Wir nehmen Menschen, die Hunger haben, Essen, um Verhungernde zu ernähren“, sagte Fossi. „Wir müssen jetzt handeln, um eine Hungersnot zu verhindern.“ In Somalia war zuletzt 2011 eine Hungersnot erklärt worden. Dabei starben 250.000 Menschen. Das WFP arbeite daran, 2,5 Millionen Menschen zu unterstützen, aber es fehlten dringend knapp 140 Millionen Euro.

Das WFP spüre, dass Regierungen im Moment vor allem für die Ukraine unterstützten, sagte der Vertreter der UN-Agrarorganisation (FAO) in Somalia, Etienne Peterschmitt. Nach Angaben von Fossi sind die Spenden für Somalia zurückgegangen. Zudem sei die Nahrungsmittelhilfe durch die rasant steigenden Preise noch deutlich teurer geworden als noch vor wenigen Monaten, sagte Peterschmitt. (dpa/calü)

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