Mehr ist diesmal mehr beim Meakusma-Festival

<p>Das Musikprogramm umfasst wie jedes Jahr eine fast schon unübersichtlich große Menge an Künstlern aus den Bereichen zeitgenössische Experimentalmusik, Tanzmusik, freie Jazz- und Rock-Entwürfe, Dub, Outsider Pop, Improvisation, abenteuerliche Klassik und vieles mehr.</p>
Das Musikprogramm umfasst wie jedes Jahr eine fast schon unübersichtlich große Menge an Künstlern aus den Bereichen zeitgenössische Experimentalmusik, Tanzmusik, freie Jazz- und Rock-Entwürfe, Dub, Outsider Pop, Improvisation, abenteuerliche Klassik und vieles mehr. | Foto: Tanya Traboulsi

Das Festival findet erstmals an vier Tagen statt. Und es wird einige neue Spielstätten geben. Die Grundausrichtung hat sich jedoch nicht verändert: Ein sorgfältig ausgewähltes Programm verbindet unterschiedliche musikalische Welten, im Versuch dem Publikum nicht nur neue Namen, sondern idealerweise auch ungewohnte Hörerfahrungen zu ermöglichen und nicht alltägliche Musikformen zu präsentieren. Ergänzt wird das Ganze durch ein vielseitiges Rahmenprogramm.

Die Verlängerung des Festivals auf vier Tage erfolgt nicht im Sinne eines zwanghaften Wachstums, sondern in Reaktion auf die aktuellen Umstände. Nachdem das Festival aufgrund der Coronakrise und des Hochwassers zwei Jahre ausfallen musste, war es den Veranstaltern wichtig, so viele Künstler wie möglich einzubinden, deren Auftritte in den letzten zwei Jahren ausgefallen waren. Gleichzeitig wollte man aber auch die unglaubliche Menge an guter neuer Musik aufgreifen, die während der Pandemie entstanden ist. Plötzlich ohne Auftrittsmöglichkeiten, haben sich viele Musiker darauf konzentriert, neues Material zu erarbeiten. Es lag also nahe, Zeit und Raum für ganz neue Projekte zu schaffen, um so nah wie möglich an den aktuellen musikalischen Entwicklungen zu bleiben.

Auch diesmal wird das Meakusma-Festival seine Basis am Kulturzentrum Alter Schlachthof errichten und dort sämtliche Möglichkeiten des Gebäudes und des Geländes ausschöpfen. Bespielt wird sozusagen alles vom Keller bis zum Dach und das Außengelände noch hinzu. Die jährliche Ausweitung des Festivals über die ganze Stadt und in die umliegende Natur wird in diesem Jahr noch einen Schritt weitergeführt. So kommt es erneut zu Darbietungen im IKOB, in den Kirchen der Oberstadt und in der Galerie vorn und oben. In diesem Jahr wird es aber auch Programmpunkte in der Pop-Up-Location im Eupen Plaza, dem Jünglingshaus, der Musikakademie und am Studio Néau im Park Loten geben. Das im Januar in Betrieb genommene und von Meakusma betriebene Gemeinschaftsradio wird nicht nur als eine von zwei Radiostationen des Festivals fungieren, sondern auch Austragungsort ausgewählter musikalischer Performances sein. Das Publikum kann vor Ort kostenlos in den Genuss einer ganzen Reihe von Künstlerinterviews und Radiosendungen zu spezifischen Musikthemen kommen, die von etablierten Journalisten geführt werden. Aufgelockert wird das Radioprogramm dann von intimen Konzerten, die vor dem Radiocontainer aufgeführt werden. Weitere Programmpunkte führen die Festivalbesucher quer durch die Stadt oder tief in den Wald hinein. Informationen dazu folgen in den nächsten Monaten.

Ziel ist es, das Meakusma-Festival immer mehr mit der Stadt Eupen und Ostbelgien zu verweben, das unmittelbare städtische und natürliche Umfeld des Festivals zum Protagonisten zu machen, das Festival zu den Menschen zu bringen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass so viele Geschäftsleute wie möglich vom Besucherstrom, der über die vier Tage wieder zu erwarten ist, profitieren können.

Das Musikprogramm umfasst wie jedes Jahr eine fast schon unübersichtlich große Menge an Künstlern aus den Bereichen zeitgenössische Experimentalmusik, Tanzmusik, freie Jazz- und Rock-Entwürfe, Dub, Outsider Pop, Improvisation, abenteuerliche Klassik und vieles mehr. Ein ganz besonderer Leckerbissen werden die zwei Darbietungen des Splitter Orchesters im Eupen Plaza darstellen. Das in Berlin ansässige 23-köpfige Splitter Orchester spielt am Samstag eine kollektive, improvisierte Session und am Sonntag findet die Ur-Aufführung des Projekts Split Tour statt. Das Splitter Orchester besteht aus international renommierten Künstlern, die sich von verschiedenen Genres inspirieren lassen, vor allem von der zeitgenössischen und improvisierten Musik. Die Inszenierung des Split Tour-Projekts ist mit Abstand die größte Produktion, die Meakusma je gemacht hat. In der Galerie vorn und oben werden zwei Installationen vorgestellt und das Eröffnungskonzert von Sky H1 und Mika Oki findet dort statt. Am Freitag und Sonntag gibt es Konzerte in der Friedenskirche und drei Tage lang Installationen und Performances im Museum für zeitgenössische Kunst, IKOB. Alle Aufführungen im Heuboden, einem der außergewöhnlichsten Räume des Alten Schlachthofs, werden live von LYL Radio und einigen anderen noch zu bestätigenden Radiosendern übertragen. Im Speicher des Alten Schlachthofs werden mehr Konzerte als in den Vorjahren stattfinden. Das Soundsystem von 54KOLAKTIV aus Brüssel ist ebenfalls wieder dabei und wird am Samstag und am Sonntagnachmittag DJ-Sets und Live-Auftritte auf dem Außengelände des Alten Schlachthofs veranstalten.

Eine neue Festival-Website ist online und verschafft dem Festivalpublikum einen besseren Überblick. Die Website befindet sich noch im Aufbau und wird regelmäßig um neue Funktionen und Neuigkeiten erweitert. Da das Festival in den letzten Jahren schnell ausverkauft war, ist es ratsam, sich rechtzeitig einen Wochenendpass, Tagestickets oder Eintritte für einzelne Programmpunkte zu sichern. (red/sue)

Mehr Infos unter meakusma-festival.be

 

Vier-Tages-Ticket für 100 Euro, Drei-Tages-Ticket für 90 Euro, Donnerstag, 1. September für 15 Euro

Freitag, 2. September für 40 Euro

Samstag, 3. September für 45 Euro

Samstag, 4. September für 40 Euro.

Einzelkonzerte: Infos folgen noch

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