Der erste „Lauf für das Leben“ war ein voller Erfolg: Damals, 2019, waren 27 Mannschaften mit insgesamt rund 1.300 Teilnehmern für den guten Zweck an den Start gegangen. Unterm Strich brachte der Solidaritätslauf mehr als 49.000 Euro zugunsten der Stiftung gegen Krebs ein.
Erster „Lauf für das Leben“ sollte vorerst auch der letzte gewesen sein
Darauf folgte die Ernüchterung: Zwei Jahre in Folge war das Event coronabedingt abgesagt worden. Nun möchten die Veranstalter an den Erfolg der Premiere anknüpfen, doch die Resonanz ist eher verhalten: „Bislang haben sich erst sieben Mannschaften eingeschrieben. Das bereitet uns schon ein wenig Sorgen. Das Konzept geht nur auf, wenn möglichst viele Teams mitmachen“, so Jacqueline Jost vom Organisationsteam. Woran das vermeintliche Desinteresse liegen mag? „Ich bezweifle nicht, dass es eine große Solidarität gibt. Wir haben alle eine schwierige Zeit hinter uns. Die Coronakrise steckt vielen noch in den Knochen“, vermutet sie. Zudem drücke die Lage in der Ukraine aufs Gemüt.
Die Veranstalter vom „Lauf für das Leben“ bringt das in die Bredouille, denn das Event lebt vom Engagement der Teams, die Runde um Runde nicht nur ein starkes Zeichen im Kampf gegen den Krebs setzen, sondern der Veranstaltung zudem ihren besonderen Rummelplatz-Charakter verleihen. „Jedes Team sollte nach Möglichkeit einen Stand organisieren, an dem etwas geboten wird: selbstgemachte Waffeln zum Beispiel, Smoothies, Hotdogs, Kinderschminken, Entchenangeln, Handgemachtes,…“, schlägt Jacqueline Jost vor. Noch heute schwärmt die 40-Jährige von der „tollen Stimmung, der besonderen Atmosphäre und der motivierenden Dynamik“, die bei der Premiere vor drei Jahren geherrscht habe.
Zwar zahlt jeder Teilnehmer ein Startgeld in Höhe von zehn Euro, aber ein Großteil der Spendensumme stammt aus den Umsätzen, die die Teams an ihren Ständen machen. Unter anderem dank des unermüdlichen Engagements einiger Teams, die bereits vorgelegt und übers Jahr Geld gesammelt haben, ist der Spendentopf schon jetzt mit rund 10.500 Euro gefüllt.
Belgienweit findet der „Lauf für das Leben“ (oder „Relais pour la vie“, wie er im frankofonen Landesteil heißt) in 42 Städten statt. Die gesammelten Spenden kommen zum Großteil der Stiftung gegen Krebs zugute, die unter anderem die Krebsforschung fördert, aber auch wichtige Präventionsarbeit leistet und Betroffene begleitet. Darüber hinaus werden mit den Erlösen aus den Läufen lokale Initiativen und Projekte unterstützt, die Betroffene in irgendeiner Form entlasten. In Ostbelgien sind das etwa die VoG Lichtblicke, Die Eiche VoG sowie das St.Nikolaus-Hospital in Eupen.
Umso mehr ist den Veranstaltern daran gelegen, möglichst viele Teilnehmer zu mobilisieren. „Ich hoffe sehr, dass sich noch zahlreiche Teams einschreiben werden“, so Jacqueline Jost. Eine Mannschaft sollte idealerweise aus mindestens 20 Teilnehmern bestehen, wovon rund um die Uhr – von Samstag, 15 Uhr, bis Sonntag, 15 Uhr – mindestens einer auf der Leichtathletikbahn in Bewegung ist – dies als starkes Zeichen der Solidarität all jenen gegenüber, die unermüdlich und ohne Verschnaufpause gegen den Krebs kämpfen. „Natürlich kann man auch zu dritt ein Team bilden, aber dann muss man schon einen langen Atem beweisen“, lacht Jost, die unter anderem als ostbelgische Regionalkoordinatorin der Stiftung gegen Krebs tätig ist. Je größer die Gruppe, umso einfacher ist die 24-Stunden-Herausforderung zu bewältigen, auch wenn es nicht auf sportliche Leistung ankommt. „Es geht nicht darum, besonders schnell unterwegs zu sein oder besonders viele Runden zu machen, sondern einzig darum, in ständigem Wechsel ununterbrochen in Bewegung zu bleiben“, betont Jacqueline Jost. Ob laufend, gehend oder schlendernd ist jedem Teilnehmer selbst überlassen.
Jeder, der den Kampf gegen den Krebs unterstützen möchte, ob als Teilnehmer oder Zuschauer, ist willkommen. Im Rahmenprogramm werden Live-Musik, Tanzauftritte, Zumba- und Fitnesskurse sowie vieles mehr für die ganze Familie geboten. Nachts wird ein DJ die Teilnehmer bei Laune halten.
Ehrengäste des Events sind die „Kämpfer“ – Menschen, die an Krebs leiden oder die Krankheit besiegt haben. Sie werden den „Lauf für das Leben“ am 25. Juni um 15 Uhr eröffnen und ihn am darauffolgenden Tag mit einer letzten Runde beenden.
Mehr Infos und Einschreibungen unter lauffurdasleben.be. Kontakt: Martha Bong-Müllender (eupen.teams@lauffurdasleben.be oder 0498/23 63 17). Kurzentschlossene können sich am Tag selbst spontan einem offenen Team anschließen.
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