Bis zu 18 Grad am Wochenende

<p>Bis zu 18 Grad am Wochenende</p>
Illustrationsbild: dpa

Laut Meteo Aachen werden für Samstag bis zu neun Sonnenstunden erwartet. Die Temperaturen erreichen Spitzenwerte von bis zu 18 Grad. Für Sonntag ist ebenfalls heiteres Wetter vorausgesagt: Dann erreicht das Thermometer bis zu 16 Grad.

Nach dem eher durchwachsenen Jahresbeginn scheint im März tagsüber fast durchgehend die Sonne und es ist vergleichsweise extrem trocken. „Normalerweise messen wir an unserer Station in Aachen-Brand im März 70 bis 80 Liter Niederschlag. Dies Jahr sind es gerade mal 6,4 Liter“, sagt Willy Küches von Meteo Aachen.

Grund für das trockene Wetter und die milden Temperaturen ist die aktuelle Omega-Lage. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) ist die Omega-Lage eine über einen längeren Zeitraum anhaltende Hochdrucklage über Mitteleuropa, die dafür sorgt, dass Tiefdruckgebiete um Mitteleuropa in einem Bogen in der Form des griechischen Buchstabens Omega herumgeführt werden. „Seit sechs Wochen haben wir aktuell starken Hochdruck“, so Küches. Das Omega-Hoch führt die kalte Polarluft um Mitteleuropa herum nach Osteuropa. Das hat zur Folge, dass, während bei uns die Sonne scheint, in Osteuropa die Temperaturen fallen. „Wenn wir die Wetterlage im Hochsommer hätten, würden die Temperaturen bis auf 40 Grad steigen“, erklärt Küches.

Recht kurzfristig soll das Wetter wieder umschlagen: „Das aktuelle Hochdruckgebiet zieht sich nach Großbritannien zurück. Uns wird kältere Luft vom Polarkreis erreichen“, so Küches. Ab nächsten Dienstag soll es wieder bewölkter werden und ab Mittwoch ist Regen erwartet.

Infolge des Klimawandels werden solch trockene Monate keine Seltenheit bleiben, vermutet Willy Küches. „Ich gehe davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren die Temperatur weiter ansteigen wird. Ich erwarte schwere Hitzewellen im Sommer und milde Temperaturen im Winter. Das wird selbst in höheren Lagen der Fall sein“, erklärt Küches. Durch die wärmere Luft wird die Luftfeuchtigkeit steigen und es kann vermehrt zu schwereren Unwettern kommen.

Ein weiterer Grund für mehr Regen könnte der Saharastaub sein, der aktuell über Europa zieht und vergangene Woche Mittwoch auch in Belgien angekommen ist. „Die Staubkristalle bilden Wolken, was die Regenwahrscheinlichkeit erhöht.“ Darüber hinaus trüben die Schleierwolken den Himmel und es kommt zu geringerer Sonneneinstrahlung. (sg)

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