Drei Laster voll mit Seife, Damenbinden, Bettwäsche, Medikamenten und vielen anderen Dingen, die die Zivilbevölkerung und das Militär in der Ukraine dringend benötigen, hat „Musik hilft“ in Kooperation mit dem Polstermöbelhersteller Rom schon aus Eupen ins Sammelzentrum Oels (Oleśnica) in Niederschlesien (Polen) geschickt. Ein vierter steht am Samstag ab 14 Uhr am Rotenbergplatz bereit, und dazu gibt es Musik von Spitzenkräften der regionalen Musikszene.
Über „Les Copins d’abord“ in Ostbelgien irgendetwas zu sagen, hieße wirklich Eulen nach Athen zu tragen. Die Musiker um Marc Bontemps lassen die Klassiker des frankofonen Chansons wieder auferstehen. Egal ob Brel, Aznavour, Becaud oder Piaf, es sind genügend authentisch klingende Stimmen dabei, die in der Lage sind, den Zuschauer in das alte Paris zu entführen.
„Ich freue mich, bei ‘Musik hilft’ auch einen der weltbesten Gitaristen dabeizuhaben“, sagt Marc Bontemps, der das Event mit einem Team organisiert. Denn direkt vor „Les Copins d’abord“ tritt Jacques Stotzem auf, der die Fingerpickingtechnik auf der Gitarre bis zur absoluten Perfektion entwickelt hat.
Aber es gibt ab 14 Uhr auch Musik unterschiedlichster Richtungen auf die Ohren. Der Eupener Marienchor, ein Männerchor, der unter den ostbelgischen Chören sicher ein Juwel ist, wird erwartet. Volkstümlich wird es mit den Ulfbachtaler Musikanten. NOW-BRASS-V ist aus der Harmonie Nord-Ost-Wind aus Walhorn und Raeren entstanden und spielt moderne Blasmusik. „Sie kombinieren klassisches Klavier, wütende Gitarren, klare und satte Stimmen mit Post-Rock- und Metal-Elementen“, heißt es über Kocaze. In jedem Fall ist es ausgesprochen melodischer Rock. „Miss Maple and the architect“ sind ein kreatives Songwriterduo aus Eupen mit persönlichen Texten. Eine Überraschung wird die Why Bull Band. Auch Hugh Featherstone ist niemand, den man groß vorstellen muss. Der britische Singer-Songwriter hat schon lange seine Basis in der Unterstadt.

Aber selbst beim Auf- und Abbau braucht niemand auf Livemusik verzichten. Was beim Zirkus der Pausenclown ist, der die Menschen unterhält, wenn fleißige Arbeiter das Trapez aufbauen, ist bei „Musik hilft „Corner in Winslow“, die mit alten Klassikern aus den USA unnötige Wartezeit beim Umbau vermeiden. Alle Künstler verzichten auf ihre Gage, der gesamte Erlös kommt den Flüchtlingen und Opfern des Ukraine-Krieges zugute.
Freier Eintritt, aber um eine Spende wird gebeten.
Eintritt kostet der Spaß übrigens nicht. Es gibt eine Spendenbox. „Wir setzen die Spenden ganz gezielt ein“, verspricht Marc Bontemps. So sind beispielsweise Babynahrung und Windeln in der Ukraine hochwillkommen. Was die Sachspenden betrifft, bittet „Musik hilft“, sich an der Liste unter musikhilft.be zu orientieren, damit die Menschen auch das bekommen, was sie brauchen und verwenden können. 150 brandneue Schlafsäcke, die dank großzügiger Spenden gekauft werden konnten, wurden bereits nach Polen verschickt.
Das Radioprogramm von BRF1 steht am Samstag ganz im Zeichen des Kriegs in Europa und der damit einhergehenden Solidarität. BRF1 berichtet live von der Benefizveranstaltung in Eupen und das BRF-Spendentelefon ist von 8 bis 18 Uhr aktiv.
Unter der Rufnummer 087/59 11 12 können Hörer ihr Spendenversprechen zugunsten der Flüchtlinge aus der Ukraine abgeben. In den Sendungen „BRF1 am Morgen“ (7 bis 10 Uhr) sowie „BRF1 Hitparade“ (13 bis 17 Uhr) gibt es Berichte und Live-Schalten von der Benefizveranstaltung „Musik hilft“.
Natürlich sind auch weiterhin Spenden über das Bankkonto willkommen: Spendenkonto Musik hilft BE29 7340 5321 9764 Stichwort „Nothilfe Ukraine“.
Das Programm
15 Uhr - Ulfbachtaler Musikanten
15.45 Uhr - Marienchor Eupen
16.30 Uhr - Miss Maple and the architect
17.15 Uhr - NOW-BRASS-V
18 Uhr: Why Bull Band
18.45 Uhr - Kocaze
19.30 Uhr - Hugh Featherstone
20.15 Uhr - Jacques Stotzem
21 Uhr: Les Copains d'abord
Besondere Gäste: Corner in Winslow
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