EU-Abgeordnete fordern Karlspreis für Wolodymyr Selenskyj

<p>Der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj spricht vor dem britischen Unterhaus aus Kiew, der Hauptstadt der Ukraine. Das Foto wurde vom Büro des Präsidenten der Ukraine herausgegeben und von Ukrinform verbreitet.</p>
Der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj spricht vor dem britischen Unterhaus aus Kiew, der Hauptstadt der Ukraine. Das Foto wurde vom Büro des Präsidenten der Ukraine herausgegeben und von Ukrinform verbreitet.

Einen Brief mit der entsprechenden Bitte an das Karlspreis-Direktorium in Aachen hätten schon 143 Abgeordnete unterschrieben, teilte der deutsche Grünen-Abgeordnete Daniel Freund an Mittwoch mit.

Selenskyj habe die Ukraine den europäischen Idealen näher gebracht und verteidige diese Werte nun gegen die „feigste und ungerechtfertigtste militärische Aggression seit 1945“ in Europa, heißt es in dem Schreiben. Der Karlspreis 2022 sei zwar schon an oppositionelle Bürgerrechtlerinnen aus Belarus gegangen, aber in der derzeitigen außergewöhnlichen Situation müssten die Beiträge Selenskyjs schnell gewürdigt werden.

Der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, Jürgen Linden, sagte der dpa, er sei vorab über die Initiative informiert worden. Sobald der entsprechende Brief eingegangen sei, werde man sich zeitnah mit der Forderung auseinandersetzen. Darüber entscheide dann das Direktorium mit seinen 19 Mitgliedern.

Bislang sei nur einmal ein außerordentlicher Karlspreis verliehen worden: im Jahr 2004 an Papst Johannes Paul II. Der Karlspreis wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung vergeben. (dpa/calü)

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