Anders als bei den jubelnden Eynattenern brodelte es in den Eupener Spielern nach dem Derbyremis ordentlich. Von Zufriedenheit über den Punkt war keine Spur, stattdessen, so hieß es, soll die Stimmung in der Kabine am Boden gewesen sein. Einen Tag später folgt die überraschende Nachricht: David Polfliet ist nicht länger Trainer der KTSV.
„Wir glauben, dass wir mit David als Trainer unsere Ziele nicht erreichen werden“, erklärte Wagner: „Zu ein paar Dingen gab es schon seit Längerem Meinungsverschiedenheiten, wie bei der Größe des Kaders. Da waren wir komplett unterschiedlicher Auffassungen, was David auch immer wieder nach außen getragen hat.“
Polfliet war 2020 zur KTSV gekommen, erst als Co-Trainer von Baze Krstev, dann als Cheftrainer. Der 46-Jährige hatte bereits Mitte Februar bekanntgegeben, am Ende der Saison seinen Posten räumen zu wollen. Über die Gründe hatten weder er noch der Vorstand sich äußern wollen. Nun muss er bereits jetzt gehen. Wie Wagner betonte, habe die Entlassung jedoch nichts mit der Leistung bzw. dem Resultat gegen Eynatten zu tun: „Gar nicht. Es geht uns darum, die Mannschaft für die kommende Zeit, die sehr wichtig ist, vorzubereiten. Wir schlagen die Seite jetzt um und konzentrieren uns voll auf die Play-offs.“
Bis zum Saisonende übernehmen Mariusz Kedziora, Vater von Linksaußen Damian und ehemaliger Trainer in Eynatten und Raeren, sowie Ex-Präsident und -Trainer Stefan Vaessen als Doppelspitze. „Wir trauen es ihnen zu, der Mannschaft das zu geben, was sie gerade nötig hat: neue Motivation. Wir sprechen nicht mehr über die Zeit nach der Saison, das kommt eben erst danach. Wie es dann weitergeht, werden wir erst nach den Play-offs mitteilen“, so Wagner. Es sei jedoch sicher, dass Kedziora und Vaessen nur bis zum Sommer das Traineramt bekleiden werden. (tf)
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