Man habe festgestellt, dass auf den Speisekarten im Horeca-Sektor überwiegend Fleisch angeboten werde, das außerhalb von Belgien produziert wurde, heißt es in einer Pressemitteilung. Da die mit fast 80 Prozent am häufigsten vertretene Fleischrasse in Belgien die Rasse Blanc-Bleu Belge ist und viele Verbraucher die Qualität des Fleisches zu schätzen wüssten, habe man die kollektive Marke „Bleu Vallon“ ins Leben gerufen. Eine Studie, die im vergangenen Jahr in Belgien durch die Firma Incidence durchgeführt wurde, lasse die Attraktivität des Fleisches erkennen. Die Qualität ist demnach die wichtigste Eigenschaft, die genannt werde, wenn über BBB-Fleisch gesprochen wird, aber auch Eigenschaften wie lokal hergestellt, schmackhaft und zart. 77 Prozent der Befragten bevorzugen Blanc-Blau-Belge-Fleisch gegenüber 59 Prozent, die sich für irisches Fleisch ausgesprochen hatten. 44 Prozent bevorzugten französisches Fleisch, 37 Prozent Fleisch aus Argentinien.

Ziel sei es, über die neue Marke „Bleu Vallon“ Premiumprodukte anzubieten, um das Know-how der hiesigen Landwirte, die ihre Rinder lokal und nachhaltig züchten, in den Vordergrund zu stellen und ein schmackhaftes und gesundes Fleisch mit dem Gütesiegel Blanc-Bleu Belge anzubieten. Das Projekt wurde am Freitag auf einem Bauernhof in Awans-Fooz (bei Lüttich) in Anwesenheit des wallonischen Landwirtschaftsministers Willy Borsus (MR) präsentiert.
„Mit dieser Partnerschaft und unserer Marke mit dem Gütesiegel ‚Bleu Vallon‘ möchten wir der Rasse Blanc-Bleu Belge im Hotel- und Gaststättengewerbe zu ihrem Recht verhelfen. Diese Rasse hat enorme geschmackliche Qualitäten, insbesondere wenn es sich um Fleisch handelt, wie wir es anbieten werden“, erklärte Didier Petry, Vorsitzender der Vereinigung BBB Promotion. Mit im Boot sitzt auch die Genossenschaft Faircoop und ihr Präsident Erwin Schöpges. Ende November hatte die Genossenschaft Faircoop angekündigt, nach „fairen“ Milchprodukten auch Äpfel und Birnen anzubieten. Schon damals hieß es, dass man auch in die Fleischvermarktung einsteigen wolle. Dieser Schritt wird nun Wirklichkeit. Die Gesellschaft „Belgiumeats“ soll das Fleisch in den Restaurants vertreiben.
„Heute ist wieder ein wichtiger Tag für unsere Genossenschaft. Diese Partnerschaft zwischen Landwirten (BBB Promotion und Faircoop) und Belgiumeats, die unser Fairebel-Fleisch im Horeca-Sektor vermarkten werden, wird dazu beitragen, ein positives Bild unserer Landwirtschaft in Belgien zu vermitteln und eine Zukunft für die Fleischbauern zu sichern“, erklärte Erwin Schöpges bei der Präsentation laut Mitteilung. Der wallonische Landwirtschaftsminister Willy Borsus begrüßte die Initaitive ebenfalls: „Dank Initiativen wie dieser werden wir die Übernahme von Bauernhöfen durch junge Menschen fördern“, sagte er. (sc/ag)
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