Der Bericht untersucht die Entwicklungen und die damit verbundenen Schwachstellen in drei Segmenten der Krypto-Asset-Märkte: ungesicherte Krypto-Assets (wie Bitcoin), Stablecoins und dezentrale Finanz- (DeFi) und Krypto-Asset-Handelsplattformen. Er verweist auf die engen, komplexen und sich ständig weiterentwickelnden Wechselbeziehungen zwischen diesen drei Segmenten, die bei der Bewertung der damit verbundenen Risiken für die Finanzstabilität ganzheitlich betrachtet werden müssen.
Der Bericht hebt eine Reihe von Schwachstellen im Zusammenhang mit Krypto-Anlagemärkten hervor. Dazu gehören die zunehmenden Verflechtungen zwischen Krypto-Anlage-Märkten und dem regulierten Finanzsystem, Liquiditätsinkongruenzen, Kredit- und operationelle Risiken, die Stablecoins anfällig für plötzliche und störende Anstürme auf ihre Reserven machen. Dieses Phänomen hat das Potenzial, auf die kurzfristigen Finanzierungsmärkte überzugreifen, den zunehmenden Einsatz von Hebeleffekten in Anlagestrategien, das Konzentrationsrisiko von Handelsplattformen sowie die Undurchsichtigkeit und mangelnde aufsichtsrechtliche Kontrolle des Sektors zu verstärken. Der Bericht verweist auch auf allgemeinere politische Bedenken im Zusammenhang mit Krypto-Anlagen, wie zum Beispiel das geringe Verständnis der Anleger und Verbraucher für Krypto- Anlagen, Geldwäsche und Cyber-Kriminalität.
Der Bericht stellt fest, dass die Risiken für die Finanzstabilität schnell eskalieren könnten, und fordert eine rechtzeitige und präventive Bewertung möglicher politischer Reaktionen. Derzeit machen Krypto-Vermögenswerte nur einen kleinen Teil der gesamten Vermögenswerte des globalen Finanzsystems aus, und die direkten Verbindungen zwischen Krypto-Vermögenswerten und systemrelevanten Finanzinstituten und Kernfinanzmärkten nehmen zwar rasch zu, bleiben aber ebenfalls begrenzt. Die rasche Entwicklung und der internationale Charakter der Märkte für Krypto- Anlagen bergen jedoch das Potenzial für Regulierungslücken, Fragmentierung oder Arbitrage.
Der FSB wird die Entwicklungen und Risiken auf den Märkten für Krypto-Anlagen weiterhin beobachten. Er wird die potenziellen regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Auswirkungen ungesicherter Krypto-Assets untersuchen, einschließlich der Maßnahmen, die die FSB-Länder ergriffen haben oder zu ergreifen gedenken, um den damit verbundenen Gefahren für die Finanzstabilität zu begegnen. Der FSB wird auch weiterhin Informationen über Regulierungs- und Aufsichtsansätze überwachen und austauschen, um eine wirksame Umsetzung seiner hochrangigen Empfehlungen für die Regulierung, Beaufsichtigung und Überwachung sogenannter "globaler Stablecoin"-Vereinbarungen sicherzustellen. (os)
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