Somit wartet die AS Eupen seit über zwei Monaten auf einen Sieg: Zuletzt jubelten die Ostbelgier am 11. Dezember letzten Jahres (1:0 gegen Beerschot). Glück für Eupen: Seraing verlor bereits am Freitagabend gegen den FC Antwerp.
AS Eupen 0:1 KAA Gent
Vier Gegentore kassierte die AS Eupen zuletzt gegen den RSC Anderlech – und genau so oft wechselten die „Pandas“ auch vor dem Spiel gegen KAA Gent: Alloh, Jeggo, Müsel und Magnée spielten von Anfang an. Heris und Déom fehlten verletzt, während Ngoy und Cools auf die Bank mussten.
Im eigenen Stadion wirkte Eupen von Beginn an verunsichert – allen voran Silas Gnaka gehörte zu den „Wackelkandidaten“. Schon nach 45 Sekunden legte er Gent um ein Haar das 0:1 auf. Gegen einen in praktisch allen Bereichen überlegenen Gegner wurde Eupen in der fünften Minute zum ersten Mal gefährlich, nachdem Alloh sich gut gegen seinen Gegenspieler durchsetzen, aber keinen Mitspieler im Strafraum finden konnte.

Nach einer Viertelstunde ging Gent in Führung. Depoitre, der schon kurz zuvor an Nurudeen gescheitert war, traf sehenswert per Direktabnahme zum 0:1 – wieder war Gnaka beteiligt, der dem Angreifer der Gäste zu viel Platz ließ. Eine echte Reaktion der „Pandas“ auf den Gegentreffer blieb im Anschluss aus. Erst in der 21. Minute gab Magnée mit einem wuchtigen, aber auf Roef platzierten Torschuss ein Lebenszeichen ab.
An der Genter Dominanz und Kontrolle konnte Eupen bis zur Pause nichts ändern. Wenn, dann wurden die Gastgeber für wenige Augenblicke mutiger, ehe sie den Gegner wieder schalten ließen. Zur Pause gab es folglich Pfiffe von den Tribünen des Kehrwegstadions.

Nach der Pause wechselte Eupen doppelt: Peeters und Gnaka blieben in der Kabine, sie wurden durch N´Dri und Nuhu ersetzt. Über Prevljak, der nach einem guten Zuspiel von N´Dri an Roef scheiterte, kam Eupen zur ersten Chance der zweiten Halbzeit. Auf der Gegenseite klärte Beck nach einem Kopfball von Depoitre auf der Linie. Ab der 50. Minute spielte Eupen in Überzahl: Samoise sah nach einem Foulspiel an Alloh die Rote Karte. Sollte Eupen das Ruder mit einem Feldspieler mehr herumreißen?
Jedenfalls erhöhten die Gastgeber den Druck auf die „Buffalos“. In der 61. Minute knallte Prevljak einen Freistoß zum vermeintlichen 1:1 in das Tor – sein Treffer zählte aber nicht: Visser entschied auf ein Foulspiel, nachdem Hjulsager in der Mauer von zwei AS-Spielern zu Boden gedrückt wurde. Aufgeben wollte Eupen auch im Anschluss nicht: Nach 68 Minuten scheiterte Nuhu mit einem wuchtigen Distanzschuss an Roef.
Ausgleich der AS Eupen durch Prevljak zählte nicht.
Eupen war nun deutlich besser im Spiel als vor der Pause, hatte in der 71. Minute aber Glück, dass Tissoudali den Matchball für Gent vergab. Sekunden später tauchte N´Dri gefährlich im Genter Strafraum auf, spielte dann aber eine zu ungenaue Hereingabe. Die Uhr tickte jedoch weiter gegen Eupen, dessen Mittelfeld – auch durch die Wechsel – gefühlt aufgelöst war. In der 85. Minute rettete Lambert nach einer Riesenchance von Gent auf der Linie, hielt Eupen so im Spiel. In der 88. Minute hatte Prevljak den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an Roef. Es blieb beim 0:1 im Kehrwegstadion.
Am kommenden Wochenende (So., 16 Uhr) trifft Eupen im eigenen Stadion auf Club Brügge.
Namen & Fakten
AS Eupen: Nurudeen - Gnaka (46. Nuhu), Agbadou, Lambert, Beck - Alloh (87. Sowah), Peeters (46. N´Dri), Jeggo, Magnée (75. Konstantelias) - Prevljak, Müsel (75. Ngoy)
Tor: 0:1 Depoitre (15.)
Rote Karte: Samoise (50.)
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