Hygienespender für Damen in Schulen der DG

<p>Ministerin Lydia Klinkenberg</p>
Ministerin Lydia Klinkenberg | Foto: David Hagemann

Ein entsprechendes Lastenheft sei in den letzten Monaten ausgearbeitet worden. Es berücksichtige Nachhaltigkeits- und Umweltfaktoren. Der öffentliche Lieferauftrag sei Anfang Februar an die deutsche Firma Periodically UG vergeben worden.

Die Hygienespender verfügen den Angaben zufolge über zwei Produktsäulen – eine für Binden und eine für Tampons. „Die Produkte können durch eine Öffnung kostenlos und ohne Chip entnommen werden. Die Produkte sind hygienisch einzelverpackt und wurden im dermatologischen Test mit ‘sehr gut’ ausgezeichnet. Die Tampons und die Oberflächen der Binden bestehen aus 100% Bio-Baumwolle, sind vegan und in der Größe und Saugfähigkeit für eine mittelstarke Periode geeignet. Die Verpackungen der Tampons und Binden bestehen aus Pappe, die das FSC Siegel trägt, bzw. aus 95% recyclingfähigem Polyethylen“, teilte die Ministerin mit. Sie habe als Schulträgerin des Gemeinschaftsunterrichtswesens beschlossen, die Primar- und Sekundarschulen des Gemeinschaftsunterrichtswesens mit Spendern auszustatten. Jede Primarschule werde einen Spender und jede Sekundarschule werde – abhängig von der Anzahl Schülerinnen – ein bis drei Spender erhalten.

„Mit einer kostenlosen Zurverfügungstellung der Hygieneartikel in den Schulen möchten wir nicht nur eine Benachteiligung von Jugendlichen aus einkommensschwächeren Familien vermeiden, sondern auch zur Enttabuisierung der Menstruation der Frau beitragen. Ich hoffe, dass ich als Schulträgerin des Gemeinschaftsunterrichtswesens in der Deutschsprachige Gemeinschaft durch den Ankauf von Hygienespendern erste Veränderungen anstoßen kann“, so Lydia Klinkenberg.

Das Projekt sei auf eine Resolution aus dem Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft zurückzuführen, die im Juni 2021 an die Föderalregierung und die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft gerichtet wurde.

Die Auslieferung, Montage und Befüllung der Spender erfolgt durch DgG Service und Logistik im Gemeinschaftsunterrichtswesen. Auf pädagogischer Ebene werden in den kommenden Monaten noch begleitende Maßnahmen getroffen. Diese werden vor allem darauf abzielen, die Primarschüler/-innen des 6. Jahres und die Sekundarschüler/-innen des 1.-4. Jahres für das Thema Menstruation zu sensibilisieren und den Schulen Hilfestellungen zur Gestaltung des Unterrichts in Bezug auf diese Thematik zur Verfügung zu stellen.

Da die Einrichtungen der beruflichen Ausbildung und der Hochschulbildung keinem der drei Unterrichtsnetze angehören und darüber hinaus die Autonome Hochschule Ostbelgien (AHS) vollständig und das Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstands (ZAWM) zum Großteil (über das IAWM) durch die Deutschsprachige Gemeinschaft finanziert werden, hat Ministerin Klinkenberg beschlossen, auch die Spender der AHS und der beiden Niederlassungen des ZAWM zu finanzieren. (red/sc)

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