„Der Konzertierungsausschuss hat im November 2021 die Bildungsminister dazu aufgefordert, alle Räume in den Schulen, in denen sich eine größere Anzahl an Personen gleichzeitig befinden, mit CO2-Messgeräten auszustatten, um die Luftqualität zu verbessern. Dies war in der Deutschsprachigen Gemeinschaft bereits im Frühjahr 2021 geschehen. Im Auftrag der Bildungsministerin wurde erneut der Bedarf in den Bildungseinrichtungen abgefragt und eine weitere Bestellung von 360 Geräten getätigt“, heißt es in der Mitteilung. Mit diesen Geräten würden ebenfalls alle Sporthallen, Versammlungsräume und die Klassenräume, Lehrerzimmer und Studiersäle der PPP-Schulen ausgestattet, obschon sie über eine Lüftungsanlage verfügen, erklärt die Bildungsministerin den erneuten Bedarf. „Die CO2-Messgeräte können an eine Steckdose oder einen USB-Anschluss angeschlossen werden und messen anschließend den CO2-Gehalt, die Luftfeuchtigkeit und die Raumtemperatur. Das Ampel-Warnsystem des Messgeräts schaltet auf Rot, wenn die CO2-Konzentration im Raum zu hoch ist. Zusätzlich sendet es ein auditives Signal aus, das den Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern signalisiert, dass gelüftet werden sollte.“ Unabhängig vom Lüftungssystem und von der Ausstattung mit CO2-Messgeräten bleibe das manuelle Stoß- oder Querlüften zwischen den Unterrichtsstunden „unabkömmlich“. Auch der Konzertierungsausschuss und die Expertengruppe GEMS hätten in den vergangenen Wochen immer wieder die Bedeutung des Lüftens in Innenräumen betont. Bildungsministerin Lydia Klinkenberg sieht in dem Ankauf der Geräte eine nachhaltige Investition. Der Einsatz von CO2-Messgeräten in den Innenräumen sei eine wichtige Maßnahme zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos mit dem Coronavirus. „Ich sehe das Ganze aber auch als eine langfristige Investition in die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler und des Lehrpersonals. Ich bin davon überzeugt, dass die Geräte auch über die Covid-19-Pandemie hinaus ein wertvoller Begleiter im Schulalltag sein werden. Eine zu hohe CO2-Belastung im Klassenraum führt bekanntlich zu Konzentrationsschwäche, Müdigkeit oder gar Kopfschmerzen. Durch die CO2-Messgeräte, die an das regelmäßige Stoß- oder Querlüften erinnern, wird die Qualität der Raumluft deutlich verbessert und gesundheitlichen Beschwerden vorgebeugt“, so die Ministerin (red/sc)
CO2-Messgeräte in den Schulen: DG rüstet noch einmal nach
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Bildungsministerin Lydia Klinkenberg: „Eine zu hohe CO2-Belastung im Klassenraum führt bekanntlich zu Konzentrationsschwäche, Müdigkeit oder gar Kopfschmerzen.“
Ach ja, und was ist mit der extrem hohen CO2-Belastung zwischen Gesicht und (FFP2-)Maske? Führt diese nicht zu Konzentrationsschwäche, Müdigkeit oder gar Kopfschmerzen und gesundheitlichen Beschwerden?
Wer Herrn Schmtrz und seine suggestiven Fragen kennt, weiß, dass er auf diese hier eine positive Antwort voraussetzt.
Es verwundert allerdings, dass er keinen einzigen Beleg für diese „Konzentrationsschwäche, Müdigkeit oder gar Kopfschmerzen und gesundheitlichen Beschwerden“ anführt, die angeblich durch eine „extrem hohen CO2-Belastung zwischen Gesicht und (FFP2-)Maske“ verursacht werden.
Hat der Herr Schmitz es etwa versäumt – entgegen aller streng wissenschaftlichen Kriterien – sich vorher kundig zu machen?
Hätte er sich auf Google umgeschaut, dann wäre er neben vielen anderen Verweisen auf diesen hier gestoßen:
„Correctiv - Was passiert wirklich, wenn der CO2-Gehalt unter einer Stoffmaske gemessen wird? Ein Experiment“ (25.09.2020)
Ein etwas längeres Zitat daraus: „Was passiert beim Tragen einer Maske mit dem CO2, das man ausatmet?
„Der Stoff ist so durchlässig, dass das CO2 einfach entweicht“, erklärt Bethke. Straff ergänzt: „Wo soll es auch hin? Würde das CO2 nicht entweichen, würde sich die Maske aufblasen. Das CO2 muss raus.“ Durch unser Ein- und Ausatmen – auch mit Maske – wird frische Luft von außen angesogen. „Und dort ist kein CO2 angereichert“, sagt Bethke.
Anders erklärt: Wir atmen mit einem Zug etwa 500 Milliliter Luft aus. Der Raum unter der Maske ist aber nur wenige Milliliter groß. „Hier können sich gar keine großen Mengen CO2 ansammeln. Die CO2-haltige Luft muss folglich die Maske durchtreten und verteilt sich dann im Raum, beziehungsweise der Umgebung“, erklärt Straff. Dasselbe gilt anders herum: „Wenn wir einatmen, müssen wir dieselbe Menge aufnehmen. Viel mehr Luft als die fünf Milliliter unter der Maske. Die werden durch den Stoff der Maske und an den Seiten eingesaugt.“
Anders sei es auch gar nicht denkbar, erklärt Straff: „Könnte man unter der Maske nicht richtig atmen, würden wir sofort beim ersten Atemzug Erstickungsängste bekommen.“
Woran liegt es, wenn man dennoch das Gefühl hat, beim Tragen einer Stoffmaske schwerer zu atmen?
„Natürlich stellen die Masken eine gewisse Barriere dar, die wir spüren. Die erhöht auch den Atemwegswiderstand. Während das mit CO2 nichts zu tun hat, behindert es schon die leichte Ansaugung von Luft durch unsere Atemmuskulatur und unsere Rippenmuskeln und unser Zwerchfell müssen etwas mehr arbeiten, um die Luft durch die Maske anzusaugen“, erklärt Straff.
Ende des Zitates.
Diese Erklärung, die jedem Laien einleuchtet, wäre Herrn Schmitz also völlig unbekannt geblieben? Kaum zu glauben, denn er ist ja beileibe kein Dummkopf. Bleibt also nur die Annahme, dass er hier wider besseres Wissen versucht, der Frau Ministerin am Zeug zu flicken.
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