Das belgisch-russische Duo Mertens/Kudermetova konnte Kirsten Flipkens (WTA 258) und Sara Sorribes Tormo (WTA 35) aus Spanien im Viertelfinale in zwei Sätzen ausschalten. Nach 1 Stunde und 20 Minuten stand es in „Down Under“ 6:3 und 6:4. „Kirsten ist noch nicht alt, aber auch nicht mehr die Jüngste. Wer weiß also, vielleicht war es ihr letztes Mal. Sie war für mich eine Inspiration, genau wie Kim, Justine oder Yanina (Clijsters, Henin, Wickmayer, A. d. R.), und sie hat immer in den Top 100 gestanden. Noch heute spielt sie sehr gut und amüsiert sich auf dem Platz“, lobte Mertens ihre Gegnerin, die ihr fair zum Sieg gratuliert hatte: „Wir haben uns auf einem guten Niveau bewegt, und ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Am Ende wurde es emotional, da Kirsten für mich eine gute Freundin ist. Wir haben den Billie Jean King Cup zusammengespielt und sehen uns quasi jede Woche bei einem Turnier.“

Mertens und Kudermetova müssen es im Halbfinale nun mit den Tschechinnen Barbora Krejcikova und Katerina Siniakova aufnehmen, die ihrerseits das australisch-amerikanische Duo Storm Standers/Caroline Dolehide ausschalteten. Keine leichte Aufgabe, denn Krejcikova und Siniakova sind amtierende Doppelsieger von Roland Garros, triumphierten bei den WTA Finals und bei Olympia – alles im vergangenen Jahr. Auf der anderen Seite hat Elise Mertens in Melbourne einen Titel zu verteidigen: Es wäre ihr vierter Grand-Slam-Titel im Doppel. Die Belgierin konnte bereits mit Aryna Sabalenka die US Open (2019) sowie im letzten Jahr die Australian Open gewinnen. An der Seite der Taiwanesin Su Wei Hsieh war Mertens im letzten Jahr außerdem in Wimbledon erfolgreich.
„Zwei exzellente Spielerinnen“, blickt Mertens auf ihre tschechischen Gegnerinnen voraus: „Sie haben schon mehrere Grand-Slams gewonnen. Ich spiele mit einer neuen Partnerin, was immer besser funktioniert. Mal sind wir einem Turniersieg ganz nah, dann wieder weit weg. Ich bevorzuge das Einzel, mag aber auch das Doppel. Wir werden sehen, auf jeden Fall geben wir alles.“ (belga/calü/tf)
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