Christine Mauel bricht eine Lanze für Schornsteinfeger

<p>Schornsteinfeger könnten zur Mangelware werden, wenn sich nichts tut. Das befürchtet die wallonische Regionalabgeordnete Christine Mauel.</p>
Schornsteinfeger könnten zur Mangelware werden, wenn sich nichts tut. Das befürchtet die wallonische Regionalabgeordnete Christine Mauel. | Foto: Photo News

Die Abgeordnete befragte nach eigenen Angaben die wallonische Ausbildungsministerin Christie Morreal (PS) nach Ausbildung, Arbeitskräftemangel und Arbeitsbelastung des Berufszweiges.

Nach wallonischer Gesetzgebung müssten Brennstoffkessel (Holz, Pellets, Kohle) und Heizölkessel jedes Jahr gewartet werden und Gaskessel (Erdgas, Propan, Butan) alle drei Jahre, unabhängig vom Umfang ihrer Verwendung, erklärt Christine Mauel. Die Reinigung müsse von Fachleuten durchgeführt werden, die von der wallonischen Agentur für Luft und Klima (AWAC) eine Berufszulassung erhalten haben. Die obligatorische Wartung umfasse das Auslüften des Schornsteins oder der Rauchleitung sowie Reinigung, Kontrolle und Regelung des Kessels und des Brenners. „Leider wird dies nur von wenigen Personen termingerecht gemacht“, bedauert Christine Mauel. „Neben der Gefahr für die Bewohner des Lebensraums besteht eine echte Gefahr für die Schornsteinfeger. Dieses Risiko führt dazu, dass immer weniger Menschen diesen Beruf ausüben wollen und Hausbewohner daher immer länger auf einen Termin mit einem Profi warten müssen. Man gerät in einen Teufelskreis“, fügte die deutschsprachige Regionalabgeordnete hinzu. Sie stellt fest, „dass auf Ebene des Arbeitskräftereservats um Ende des ersten Halbjahres 2021 nur 15 Personen im reinen Schornsteinfeger-Beruf tätig waren, hingegen 175 im Instandhaltungs- und Heizungstechniker-Beruf und 1.748 im Sanitär- und Heizungsmonteur-Beruf“. „Es bedarf eines spezifischeren Ausbildungsangebotes“, findet Christine Mauel, und dabei müsse man insbesondere an junge Menschen denken, die die Schule abgebrochen hätten. Außerdem müsse man ebenfalls Arbeitnehmer einbeziehen, die in verwandten Berufen tätig sind und eine Beschäftigung suchen möchten zur weiteren Professionalisierung. „Diesem Traditionsberuf sollte neues Leben eingehaucht und die Schulungen müssen an die heutigen Umweltherausforderungen angepasst werden. Es bedarf auf wallonischer Ebene also Anreizen zur Ausübung des Berufs sowie in der Berufsausbildung und auf Ebene der Umwelt- und Sicherheitsauswirkungen.“ Darüber hinaus habe eine schlechte Wartung von Kaminöfen „sehr negative Auswirkungen“ auf die Umwelt. „Es bleibt abzuwarten welche Lösungen sich aufzeigen, sollte es keine Schornsteinfeger mehr geben und welches die Folgen für die Sicherheit und die Hygiene unserer Wohnraums und unserer Umwelt sind“, wird die PFF-Politikerin weiter in ihrer Mitteilung zitiert. (red/sc)

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