Gemeinsame Absichtserklärung für neue Einrichtung im Unterrichtswesen

<p>Zu sehen sind die Mitglieder der Steuergruppe, die digital zugeschaltet waren, sowie Bildungsministerin Lydia Klinkenberg und Helmuth Jousten.</p>
Zu sehen sind die Mitglieder der Steuergruppe, die digital zugeschaltet waren, sowie Bildungsministerin Lydia Klinkenberg und Helmuth Jousten. | Foto: Kabinett Klinkenberg

Wie die Regierung bereits im September ankündigte, strebt sie eine Reform im Bereich der Förderpädagogik an. Im Zuge dessen wolle man das gesamte förderpädagogische Know-how der Deutschsprachigen Gemeinschaft in einer neuen, unabhängigen und pluralistischen Einrichtung öffentlichen Rechts nach dem Vorbild der Autonomen Hochschule Ostbelgien (AHS) und Kaleido Ostbelgien bündeln, um die bestehenden Ressourcen für die hochschwellige Förderung in den Regelschulen zum Wohle der Schülerinnen und Schüler in Zukunft „noch passgenauer“ einsetzen zu können, wie es in einer Mitteilung aus dem Kabinett der Bildungsministerin heißt. „Das bedeutet konkret, dass das Zentrum für Förderpädagogik (ZFP) mit allen Standorten aus dem GUW in diese netzunabhängige Einrichtung überführt wird. Auch das FSU überführt die Pater-Damian-Fördergrundschule in die Einrichtung, deren Name noch nicht definiert wurde“, so das Kabinett.

Die Einrichtung werde Heimat der bisherigen Integrationslehrer und Fachkräfte (aktuell BVA-Kräfte) werden. Gleichzeitig soll den Regelschulen über Kooperationsverträge mehr Mitsprache und mehr Flexibilität beim Einsatz dieses beratenden und unterstützenden Personals zugestanden werden. Somit würden die Regelschulen nur noch einen zentralen Ansprechpartner für die Integration von Schülern mit besonderen Bedürfnissen haben. Die niederschwellige Förderung bleibe bei den Regelschulen angesiedelt. „In den nächsten Monaten wird es darum gehen, den inhaltlichen, organisatorischen und dienstrechtlichen Rahmen, in dem sich die neue Einrichtung mit ihren Aufgaben und Personalmitgliedern bewegt, zu beschreiben und dekretal zu verankern. Vor allen Beteiligten liegt viel Arbeit, die im Sinne der Schülerinnen und Schüler gemeinsam angegangen wird.“

Träger der neuen Einrichtung wird ein Verwaltungsrat sein, der sich den Angaben zufolge aus Vertretern der Schulträger GUW, FSU und OSU (offizielles subventioniertes Unterrichtswesen) sowie aus Vertretern von Kaleido, der AHS, der Dienststelle für selbstbestimmtes Leben, der repräsentativen Gewerkschaftsorganisationen und der Arbeitgeberorganisationen zusammensetzen wird. Die Einrichtung wird weiterhin im Unterrichtswesen angesiedelt sein.

Lydia Klinkenberg und Helmuth Jousten betrachten es als einen „wichtigen Meilenstein“, dass die Unterzeichnung zustande gekommen ist: „Wir haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche innerhalb der Steuergruppe geführt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass GUW und FSU sich gemeinsam den Herausforderungen im Bereich der Förderpädagogik stellen und gemeinsam an diesem Projekt arbeiten wollen. Das bekräftigt die Absichtserklärung, die wir heute unterzeichnet haben“, hieß es. Die neue Einrichtung soll im Jahr 2024 die Arbeit aufnehmen. (red/sc)

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