Es bleiben vier Kandidaten im Rennen, zwei von ihnen werden zu einem späteren Zeitpunkt das Statut „Nationalpark“ erhalten: das Hohe Venn, ein Projekt zwischen Sambre und Maas, der Wald von Anlier und das Tal der Semois. Nicht in die zweite Runde haben es die Projekte Famenne-Ardenne, Wald von Brabant und Saint-Hubert-Massiv geschafft.
Die ostbelgische Regionalabgeordnete Anne Kelleter (Ecolo) zeigt sich zufrieden: „Das Hohe Venn befindet sich unter den Kandidaten und hat nun eine 50:50-Chance, Nationalpark zu werden. Dies ist eine gute Nachricht für dieses außergewöhnliche Erbe, das in Europa einzigartig ist.“
Die Projektträger haben nun bis Oktober 2022 Zeit, um die Einzelheiten ihres Dossiers vorzulegen, das dann erneut von der Jury bewertet wird. Auf der Grundlage dieser neuen Bewertung wird die Wallonische Regierung im Dezember 2022 die beiden Auserwählten bekanntgeben. Die beiden anderen Kandidaten werden nicht als Nationalparks anerkannt, können aber einen Teil ihrer Projekte mithilfe eines dafür vorgesehenen Budgets umsetzen.
„Die vier Projekte, die für die nächste Auswahlphase auserkoren wurden, haben ein großes Potenzial zur Inwertsetzung der außergewöhnlichen Natur in ihrem Gebiet bewiesen. Sie werden ermutigt, in den nächsten Monaten weiterzumachen, um ihre Ambitionen zum Nutzen der gesamten Wallonie zu verwirklichen“, so die wallonische Umweltministerin Céline Tellier (Ecolo).
Die Tourismusministerin Valérie De Bue (MR), erklärte: „Die vier ausgewählten Projekte entsprechen voll und ganz den Zielen der Strategie 2030 für den wallonischen Tourismus. Sie schlagen vor, etwas Neues zu entwickeln, indem sie die Besonderheiten und Stärken jedes Gebiets hervorheben.“
Die Einrichtung von zwei Nationalparks ist Teil des wallonischen Konjunkturprogramms und insbesondere der Projekte, die im Rahmen des Europäischen Plans für Erholung und Resilienz gefördert werden. Das Vorhaben soll durch die Aufwertung der bemerkenswerten Naturräume zur Entwicklung der Biodiversität beitragen und gleichzeitig eine außergewöhnliche touristische und wirtschaftliche Chance darstellen. Für das gesamte Projekt werden insgesamt 28 Millionen Euro bereitgestellt. (belga/ab)

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