ASL führt Studie zum Konsumverhalten durch: weniger Alkohol, aber mehr Medienkonsum

<p>Illustration: dpa</p>
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Insgesamt konnten demnach über 200 Datensätze der 13- bis 69-jährigen Teilnehmer ausgewertet werden. „Ziel dieser Befragung war es herauszufinden, ob ein nennenswerter Anstieg des Konsums von legalen und illegalen Drogen und Medien während der Pandemie zu verzeichnen war“, so die ASL in einer Mitteilung. Auslöser dieser Vermutung seien die zu Beginn des Corona-Lockdowns leergekauften Weinregale und die Vermutung gewesen, dass Homeoffice und Isolation einen Anstieg des Konsums gefördert haben könnten.

Die Ergebnisse der Befragung ließen jedoch Grund zur Hoffnung: „Insgesamt ist eine leichte Konsumreduktion bei Alkohol zu verzeichnen. Bei illegalen Drogen ist dieser Positivtrend sogar noch deutlicher“, so die ASL.

Carolin Scheliga von der Arbeitsgemeinschaft erklärt dazu: „Insgesamt bemerken wir auch in der Beratungsarbeit, dass die Pandemie eher zu einem positiven Gesundheitsbewusstsein geführt hat. Außerdem wird in der Öffentlichkeit auch weniger ausgeschenkt. Besonders positiv ist dabei zu bemerken, dass insbesondere bei den jungen Erwachsenen ein Rückgang des Alkoholkonsums zu verzeichnen ist. Dies liegt ebenfalls daran, dass weniger Partys stattfinden. Und das wirkt sich natürlich auch positiv auf den gesamten Lebensweg aus, denn heutzutage weiß man, dass besonders früher Konsum von Alkohol und illegalen Drogen im späteren Lebensverlauf zu Problemen führen kann.“

Auch sonst schneide Ostbelgien in Bezug auf „problematischen Alkoholkonsum“ (mehr als vier Mal pro Woche) mit etwa vier Prozent der Befragten im Vergleich zum Rest des Landes „durchschnittlich“ ab. Ebenfalls national vergleichbar sei der Konsum von Zigaretten mit etwa 24,1 Prozent der Befragten.

Lediglich der Konsum von digitalen Medien hat laut ASL in der DG „bedeutend“ zugenommen. Doch auch dort schnitten die Jugendlichen vergleichsweise besser ab als ihr Ruf. Denn die etwa zehn Prozent der Befragten, die zu viel am PC oder Smartphone ihre Zeit verbringen, seien in allen Altersklassen zu finden, wobei der Hauptanteil bei den Über-40-jährigen liege. Die Konsumzunahme nach Ausbruch der Coronakrise liegt bei der privaten Bildschirmzeit am PC oder Laptop bei 52 Prozent und bei der Smartphone-Nutzung sogar bei über 64 Prozent der Befragten. Dies sei ein Trend, der laut Carolin Scheliga „im Auge behalten werden muss. Deswegen werden wir auch in Zukunft solche Trendbefragungen weiter durchführen und laden die Bürger Ostbelgiens dazu ein, daran auch in Zukunft teilzunehmen“. Ein Onlinevortrag zum Thema Mediennutzung findet am 30. November in Zusammenarbeit mit dem Patienten Rat und Treff (PRT) statt. (red/sc)

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