Der Marathon startete am Sonntagmorgen bei guten äußeren Bedingungen auf der Strecke, der diese Laufdisziplin ihren Namen verdankt. Sie führte auf einem hügeligen Kurs mit 376 Höhenmetern von Marathon nach Athen. Bis knapp zehn Kilometer vor dem Ziel war die Strecke ansteigend, danach ging es inmitten einer traumhaften Kulisse bergab Richtung Olympiastadion, in das die Teilnehmer am Ende hineinliefen. Ein Bote soll diese Strecke im Jahre 490 vor Christus gelaufen sein, um den griechischen Sieg in der Schlacht von Marathon in Athen zu verkünden. Anschließend sei er tot zusammengebrochen. Diesem Ereignis verdankt der Marathon seinen Namen. Viele Läufer sind seitdem auf dieser mythischen Strecke gestartet.
Die Griechen Konstantinus Gkelaouzos und Gloria-Tziovan Privelegio gewannen in schnellen Zeiten von 2:16,49 beziehungsweise 2:41,30 Stunden. Die aus Aachen stammende Kristina Ziemons, die mit der Gruppe der Ostbelgierinnen nach Athen gereist war, belegte in 2:52,51 Stunden einen starken fünften Platz. Von den Ostbelgierinnen war nur Gaby Andres am Start: „Wir haben uns im Sommer ein Ausflugsziel gesucht. Dieser Wettkampf bot sich aufgrund des langen Feiertagswochenende einfach an.“ Vor allem wegen des Flairs und der Kulisse machen die meisten Teilnehmer dort mit. „Einige Läufer trugen Outfits, die an die Schlacht von einst erinnern sollten, manche sogar einen Siegeskranz. Viele schossen Fotos vor der Statue der Siegesgöttin Nike. Am Straßenrand wurden Olivenzweige verteilt, die Glück bringen sollen. Wir haben den Grabhügel der in der Schlacht von Marathon gefallenen Athener umrundet. Die Stimmung war toll. Von weitem hörte man schon die Sirtaki-Klänge, die Zorbas-Melodie wurde gespielt. Neben der Straße tanzt eine Gruppe rhythmisch dazu. Wir wurden unterwegs von den Zuschauern angefeuert und sahen das Meer, kleine Ortschaften und Kirchen“, beschreibt Andres das Event.
Aus sportlicher Sicht lief es für Andres, die in der Vergangenheit schon die Drei-Stunden-Marke unterbieten konnte, allerdings weniger gut: „Ab Kilometer neun hatte ich leider weh an der Hüfte und konnte mein Tempo nicht durchziehen.“ Doch durchzuhalten lohnte sich allemal. „Am Ende wartete das absolute Highlight: Der Zieleinlauf im altehrwürdigen Olympiastadion der Antike. Wir erreichten das Panathinaikos-Stadion, wurden von den Zuschauern auf den Rängen gefeiert und freuten uns mit allen anderen, die diese stimmungsvolle Reise ebenfalls gemeistert haben.“ Andres erreichte das Ziel nach 3:18,24 Stunden auf dem 24. Platz in der Frauenwertung. „Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass es ein toller Lauf ist. Er ist nicht der Lauf für persönliche Bestzeiten, dafür punktet er mit historischem Kontext und einer tollen Umgebung. Und nicht zu vergessen die phantastische Stimmung an der Strecke und in der Stadt. Mit unserer Gruppe hatten wir es auch sehr gut, so dass die drei Tage schnell vorbei waren.“
Die anderen Ostbelgierinnen starteten bei den Läufen über fünf und zehn Kilometer. Hier wurde auf schnellen Strecken im Zentrum von Athen gelaufen. Am Samstag standen zunächst die zehn Kilometer auf dem Programm, am Sonntagmorgen dann die fünf Kilometer. Sonja Vernikov aus Mechernich war als Dritte des Laufs über zehn Kilometer (36:03 Minuten) und als Sechste über fünf Kilometer (17:45) jeweils die schnellste Teilnehmerin der Gruppe vom Skikeller Kaulard. Die Ostbelgierinnen starteten allesamt bei beiden Läufen.
Nachfolgend die Ergebnisse über zehn und fünf Kilometer:
Astrid Vliegen: 40:57 und 20:11 Minuten
Sabine Dries: 41:34 und 20:36 Minuten
Anna Pauels: 42:47 und 20:26 Minuten
Evelyne Wey: 43:04 und 21:11 Minuten
Ellen Goffart: 43:30 und 21:27 Minuten
Julia Lemaire: 43:38 und 21:36 Minuten
Anna Müller: 45:11 und 22:00 Minuten

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