Novak Djokovic musste die Schmerzen von New York ein weiteres Mal durchstehen. „Ich habe mich noch mal zurückversetzt und mir das Finale der US Open angesehen“, sagte der serbische Tennisstar in Paris nach dem Triumph beim Mastersevent: „Um zu sehen, was ich falsch und was ich richtig gemacht habe.“
Djokovic nutzte die wohl schwerste Niederlage seiner Karriere, um zurückzukehren in seine angestammte Rolle als Tourdominator. Er feierte mit dem 4:6, 6:3, 6:3-Finalerfolg gegen seinen derzeit größten Herausforderer Daniil Medwedew nicht allein eine süße Revanche, sondern setzte auch die nächsten historischen Meilensteine.
Mit insgesamt 37 Titeln in der zweitwichtigsten Turnier-Reihe steht der Ausnahme-Athlet aus Belgrad nun vor Rafael Nadal (Spanien/36), neben Roger Federer (Schweiz) der Hauptkonkurrent in Djokovics Karriere. Klar ist durch seine Siege in Paris auch, dass Djokovic das Tennis-Jahr bereits zum siebten Mal als Nummer eins der Welt abschließen wird. Er setzte sich in der Statistik vor Pete Sampras (USA).
Sportlich ist Djokovic - mit Nadal und Federer gleichauf Grand-Slam-Rekordchampion - trotz des Patzers in New York noch immer nahezu unantastbar. Abseits des Center Courts bleibt er vielen Fans der Sportart zumindest ein Stück weit suspekt.
Djokovic, dessen Start bei den Australian Open aufgrund seines unklaren Impfstatus weiter nicht geklärt ist, sorgte am Rande seiner ersten Auftritte seit Mitte September wieder mal für Aufsehen. Er arbeitete sich an den Medien ab, die ihn immer wieder kritisieren. Es werde „Propaganda“ für die Eliten verbreitet, sagte der Serbe, es gebe immer weniger freien Journalismus.
Es war nicht das erste Mal, dass die Nummer eins mit bizarren Aussagen irritiert.
(sid/jph)

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