UN-Klimagipfel startet - Tempo im Kampf gegen Erderhitzung gefordert

<p>Klimaaktivisten haben den George Square mit einer Kunstinstallation aus künstlichen Flammen, Rauch, Bannern und riesigen Feuerlöschern «in Brand gesetzt», um die Staats- und Regierungschefs zur UN-Klimakonferenz COP26 zu begrüßen.</p>
Klimaaktivisten haben den George Square mit einer Kunstinstallation aus künstlichen Flammen, Rauch, Bannern und riesigen Feuerlöschern «in Brand gesetzt», um die Staats- und Regierungschefs zur UN-Klimakonferenz COP26 zu begrüßen. | Foto: picture alliance/dpa/PA Wire/Andrew Milligan

In Glasgow beraten auf Einladung der Vereinten Nationen Regierungsvertreter aus rund 200 Staaten zwei Wochen lang, wie die Menschheit die beschleunigte Erderhitzung noch auf ein erträgliches Maß eindämmen kann. Es reisen voraussichtlich etwa 25 000 Menschen an, darunter Tausende Journalisten und Klimaschutzaktivisten.

Umweltverbände und auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatten vorab kritisiert, dass viele Staaten in den zwei Jahren seit der letzten UN-Konferenz in Madrid ihre Pläne zum Klimaschutz nicht ausreichend verschärft und den notwendigen raschen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas verschleppt haben. Denn die menschengemachte Erwärmung der Atmosphäre durch Treibhausgase sorgt schon jetzt dafür, dass Extremwetter sich häufen. Als Beispiele gelten die jüngsten Überschwemmungen in Belgien und Deutschland, die Dürre in der Sahel-Zone in Afrika oder auch verheerende Waldbrände in Kalifornien und Russland.

Der Kampf gegen die Klimakrise ist am Sonntag auch Thema in Rom beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs der G20-Gruppe. Zwei wichtige Staatschefs sind vor Ort nicht dabei, und sie fehlen Anfang der Woche auch in Glasgow: Der chinesische Präsident Xi Jinping und der russische Präsident Wladimir Putin reisten nicht an, offiziell wegen der Corona-Pandemie. China ist der größte Produzent von klimaschädlichen Treibhausgasen, Russlands Wirtschaft fußt auf dem Export von Gas und Öl. (dpa/ag)

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