EU und USA schließen Deal zu Streit um Stahl- und Aluminiumzölle

<p>EU und USA schließen Deal zu Streit um Stahl- und Aluminiumzölle</p>
Illustrationsbild: picture alliance / dpa / Soeren Stache

Die EU und die USA haben sich auf die vorläufige Beilegung ihres jahrelangen Streits um amerikanische Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verständigt. Das erklärten beide Seiten am Samstagabend am Rande des Gipfeltreffens der führenden Industrie- und Schwellenländer in Rom (G20). US-Angaben zufolge sieht die Grundsatzeinigung vor, dass die EU-Staaten künftig bestimmte Mengen der Werkstoffe zollfrei in die USA importieren dürfen. Zudem setzen demnach beide Parteien in der Sache anhängige Verfahren vor den Gremien der Welthandelsorganisation (WTO) aus.

Die EU-Kommission wollte sich zunächst nicht zu Details äußern. EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis bestätigte lediglich, dass man sich darauf verständigt habe, den Disput „zu pausieren“. Das Abkommen sollte demnach an diesem Sonntag von US-Präsident Joe Biden und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentiert werden.

Die US-Seite war weniger zurückhaltend. Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan erklärte, mit der Einigung sei „eines der größten Streitthemen“ im Verhältnis der transatlantischen Partner ausgeräumt. Er präsentierte den Deal in einem Online-Briefing gemeinsam mit US-Handelsministerin Gina Raimondo und der Handelsbeauftragten Katherine Tai. (dpa/ag)

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