Gaston Merkelbach neuer Präsident der CSC Liège-Verviers-Ostbelgien

<p>Gaston Merkelbach</p>
Gaston Merkelbach | Foto: CSC

Im Januar 2019 hatte sich die neu gegründete CSC Liège-Verviers-Ostbelgien für einen gemeinsamen Vorsitz entschieden, der die Präsidenten der ehemaligen Verbände, Gaëtan Stas (Lüttich) und Jérôme Garroy (Verviers), vereinte, erklärt die christliche Gewerkschaft. Die Wahlen sollten bereits 2020 stattfinden, waren dann aber wegen der Coronakrise verschoben worden. In der Zwischenzeit sei Gaëtan Stas gebeten worden, das Generalsekretariat seiner Zentrale in Brüssel zu übernehmen, während Jérôme Garroy die Aufgabe alleine weitergeführt habe.

Wer ist der neue Präsident? Der gebürtige Lütticher, der in Saint-Nicolas lebt, ist seit etwa 20 Jahren Gewerkschaftssekretär der CSC Öffentliche Dienste und wuchs in einem Gewerkschaftsumfeld auf. Mit einem Vater, Gewerkschafter bei der CSC, und einer Mutter, aktiv bei „Vie féminine“ (Frauenliga), war es für Gaston Merkelbach selbstverständlich, mit 14 Jahren der Jung-CSC beizutreten. „Und als ich bei der Staatsanwaltschaft in Brüssel als Angestellter anfing, wollte ich sofort die Ungerechtigkeiten anprangern, die ich um mich herum entdeckte. So wurde ich CSC-Delegierter und gründete die erste Gewerkschaftssektion bei der Brüsseler Staatsanwaltschaft“, erzählt er. „Ich setzte meine Karriere im Zentralen Waffenregister fort und wurde gleichzeitig Delegierter. Eines führte zum anderen, und so wurde ich Gewerkschaftssekretär im Justizbereich.“

Seit Januar 2010 ist Gaston Merkelbach Regionalsekretär der CSC Öffentliche Dienste Lüttich-Verviers. „Überberufliche Aktionen, intersektorielle und sektorielle Aktionen gehören zu meinem Alltag und sind Teil meines ständigen militanten Engagements mit Hilfe aller meiner Kollegen und Gewerkschaftsteams“, betont er. Die Präsidentschaft der CSC Liège-Verviers-Ostbelgien sei für ihn daher kein Selbstzweck, sondern die logische Fortsetzung seines gewerkschaftlichen Engagements. „Vorsitz bedeutet, dass man versucht, Projekte, Vorschläge und Forderungen zu vereinen. Den Vorsitz zu führen bedeutet, auf soziale, politische und wirtschaftliche Herausforderungen zu achten. Vorsitz bedeutet, in gutem Einvernehmen mit dem Bezirkssekretär, dem beigeordneten Bezirkssekretär, den überberuflichen Teams, den Zentralen, den Delegierten, den Personalmitgliedern zu arbeiten, es bedeutet, die treibende Kraft des Zusammenhalts zu sein. Es bedeutet auch, dass man sich auf die Gewerkschaftsteams, auf die Instanzen und die Zusammenarbeit aller verlassen kann. Ich verschreibe mich also einer konstruktiven, kooperativen, militanten, aufmerksamen und unterstützenden Präsidentschaft“, so Gaston Merkelbach.

Im Privatleben ist Gaston Merkelbach Vater von zwei Kindern, einer 27-jährigen Tochter und einem 24-jährigen Sohn. Er ist ein großer Fan von Standard Lüttich und ein begeisterter Radfahrer, aber seine Leidenschaft gilt auch der Musik. 1994 rief er zusammen mit Michel Lemmens das Nandrin-Festival ins Leben, das es 12 Jahre lang gab und an das er sich gerne erinnert. (red/sc)

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