Am 10. Oktober 2016 war ein 42-jähriger Techniker bei Wartungsarbeiten von der Plattform des Sendemastes 30 Meter in die Tiefe gestürzt. Für den dreifachen Familienvater aus Metz (F) kam jede Hilfe zu spät. Wie sich bei den Ermittlungen herausstellen sollte, bückte sich der Mann über ein Geländer, um ein Gerät auszuwechseln. Dabei gab das Geländer, an dem er seinen Sicherheitsgurt befestigt hatte, nach.
Der Fall wurde jetzt vor dem Strafgericht in Arlon verhandelt. Der Arbeitgeber des Opfers, ein französisches Unternehmen Cottel-Réseaux, die RTBF und das niederländische Unternehmen Custom-Connect mussten sich vor Gericht erklären. Sie wurden wegen der Verletzung ihrer Sorgfaltspflicht mit Geldstrafen von 18.000 Euro belegt. Für eine Dauer von drei Jahren wurden zwei Drittel der Geldstrafe zur Bewährung ausgesetzt. Die Witwe des Arbeiters erhält eine Entschädigung von 6.000 Euro und jedem seiner drei Kinder wurden 15.000 Euro zugesprochen. (arco)

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