Der Autor, geboren 1971, studierte Philosophie und Romanistik in München, Paris und Berlin. Er verfasst Romane, Hörspiele, Radio-Features und Theaterstücke. Von 2002 bis 2008 war Kopetzky künstlerischer Leiter der Bonner Biennale. Sein Roman „Risiko“ (2015) war für den Deutschen Buchpreis nominiert, „Propaganda“ (2019) für den Bayerischen Buchpreis.
In „Monschau“ erzählt er von einer Liebe im Ausnahmezustand und von der vom rasanten Wirtschaftswachstum geprägten Bundesrepublik – und verwandelt die wahren Begebenheiten eines kaum bekannten Kapitels Geschichte in packende Literatur.
Im Kreis Monschau sind 1962 die Pocken ausgebrochen. Mitten im Karneval droht die Quarantäne. Der örtliche Fabrikant will die Fabrik um jeden Preis offenhalten, schließlich ist man weltweit gut im Geschäft. Die Alleinerbin Vera hat andere Pläne: Sie studiert in Paris und trägt den Geist der Avantgarde nach Monschau. Dort begegnet sie dem Mediziner Nikolaos, der durch die verschneite Eifel zur Patientenvisite gefahren wird, vor Ansteckung geschützt durch einen Stahlarbeiteranzug. Die beiden entdecken schnell, dass sie mehr verbindet als ihre Liebe zu Miles Davis. Doch das Virus nimmt sich, was es kriegen kann. (pp)

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