Für die letzten freien Teilnehmerplätze können sich nun auch selbstständige Personen und Personalmitglieder von Einrichtungen, die im Berufsalltag mit Kindern und Jugendlichen mit besonderer Begabung zusammenarbeiten, einschreiben, teilte das Kabinett von Bildungsministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) mit. Sie erklärte, dass man mit dieser Weiterbildung die Handlungskompetenzen der Lehrpersonen im Bereich Förderung von Hochbegabung weiter stärken möchte: „Wir möchten in der ostbelgischen Förderpädagogik jeden einzelnen Schüler und seine spezifischen Bedürfnisse in den Mittelpunkt rücken und ihm die bestmögliche Förderung zukommen lassen. Dabei setzen wir auf Differenzierung. Das bedeutet, dass wir den Unterricht und den Schulalltag so gestalten, dass er auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Schülers zugeschnitten ist. Das beinhaltet nicht nur die nieder- oder hochschwellige Förderung von Schülern mit Lerndefiziten oder Beeinträchtigungen, sondern auch die entsprechende Förderung von Schülern mit besonderen Begabungen. In den letzten Jahren wurde vermehrt Hochbegabung in den ostbelgischen Bildungseinrichtungen diagnostiziert. Diese Schüler sind teilweise im normalen Regelunterricht unterfordert, was zu Verhaltensauffälligkeiten beim Kind führen kann. Wir müssen ihnen ermöglichen, ihre Potenziale frei entwickeln zu können. Dazu benötigen wir entsprechend geschultes Personal inner- und auch außerhalb unserer Bildungseinrichtungen. Die Weiterbildung bietet einen großen Mehrwert, da die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss ein Universitätszertifikat erhalten.“
Die letzten freien Plätze der besagten Weiterbildung wolle man nun neben den Lehrpersonen ebenfalls den selbstständigen Akteuren wie Krankenpflegern, Psychologen, Logopäden usw. sowie Personalmitgliedern anderer Einrichtungen, die im Berufsalltag mit Kindern und Jugendlichen mit besonderer Begabung zusammenarbeiten, anbieten, um zukünftig die Synergien zwischen dem Bildungswesen und externen Partnern zu vertiefen, so die Ministerin weiter. Die Kurse werden durch Dozenten der Universität Mons in Eupen abgehalten. Da die Kurse in französischer Sprache durchgeführt werden, steht eine bilinguale Fachperson den Teilnehmern unterstützend zur Seite. Auf Wunsch können die Evaluationen ebenfalls in deutscher Sprache erfolgen. Das Kompetenzzentrum des Zentrums für Förderpädagogik (ZFP) stellt außerdem eine Studienbegleitung zur Verfügung, die den praktischen Teil der Weiterbildung in den Schulen begleitet. Der Umfang der Ausbildung beträgt insgesamt 18 Tage mit Beginn am 24. September 2021 und Ende am 10. Juni 2022. Informationen und Anmeldung: www.ostbelgienbildung.be/weiterbildunghochbegabung. Zum Hintergrund: Dieses Weiterbildungsangebot ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, die im Zuge der Umsetzung des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) III „Zukunft der Förderpädagogik in den Regelschulen“ ergriffen werden. Die Weiterbildung wurde in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Hochbegabung und dem Kompetenzzentrum des ZFP initiiert. (red/sc)

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