Abgeordneter Patrick Spies (SP) plädiert für die Einführung von Vereinsgutscheinen

<p>Patrick Spies möchte das Thema am Dienstag im PDG aufgreifen.</p>
Patrick Spies möchte das Thema am Dienstag im PDG aufgreifen. | Foto: David Hagemann

„Es steht außer Frage, dass Sport und Bewegung für die ganzheitliche Entwicklung von Kindern ungemein wichtig sind. Immerhin fördert Toben, Rennen, Klettern und Balancieren nicht nur die Motorik und das Reaktionsvermögen, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung“, so der PDG-Abgeordnete Patrick Spies in einer Mitteilung.

Nicht ohne Grund empfehle die Weltgesundheitsorganisation Kindern ab fünf Jahren 60 Minuten körperliche Aktivität am Tag. Dabei gelte Experten zufolge ganz allgemein die Faustregel: Je jünger die Kinder sind, umso mehr Bewegung soll es sein. Um Kinder künftig noch mehr für Sport, insbesondere im Verein zu begeistern, strebt Patrick Spies nun ein Gutscheinsystem für Ostbelgien an.

Konkret schwebt ihm vor, Vereinsgutscheine an Kinder ab sechs Jahren zu vergeben. Quasi zur Einschulung in die Primarschule erhalte dann jedes Kind eine entsprechende Gutschrift sowie eine eigens hierzu gestaltete Informationsbroschüre, in der die angeschlossenen Sportvereine sich vorstellen können. Die Gültigkeit der Gutschrift solle sich auf zwei Jahre belaufen und zur einmaligen Einschreibung in einem Sportverein der Wahl dienen. „Auf diese Weise würden wir einerseits einen Anreiz zur sportlichen Bewegung schaffen, andererseits nun nach der Coronakrise den Vereinssport als Ganzes nochmals ankurbeln. Meine Vorstellung ist es, dass in jedem Haushalt mit den Kindern darüber gesprochen wird, welchem Sport in welchem Verein sie nachgehen möchten“, denkt Patrick Spies.

Da sportliche Bewegung jedoch keineswegs nur für Kinder von ungemeiner Bedeutung sei, beziehe er von vorneherein auch den Seniorensport in seine Überlegungen ein. Hier denke er beispielsweise an die Altersklasse ab 70 Jahren. „In meinen Augen sind es gerade die Kinder und Senioren, die noch gezielter an den Sport im Verein herangeführt werden müssen. Ich bin davon überzeugt, dass viele Kinder, deren Eltern und nicht zuletzt auch Senioren bisweilen oftmals nicht genau wissen, in welchem Verein man mit welchem Alter einsteigen kann. Das Vorhaben der Sportgutscheine zielt demnach neben der sportlichen Betätigung auch darauf ab, das breite Angebot der ostbelgischen Vereine für diese beiden Zielgruppen noch genauer in den Fokus zu rücken. Im Idealfall begeistert der Sport im Verein die Teilnehmer so sehr, dass sie im Anschluss an das eine Jahr ihre Mitgliedschaft verlängern. Sport im Verein macht doch einfach mehr Spaß.“

Was die finanzielle Machbarkeit sowie die praktische Umsetzung eines solchen Vorhabens betrifft, sei er guter Dinge: „Sieht man sich beispielsweise die Bevölkerungszahlen des vergangenen Jahres an und rechnet die beiden vorgeschlagenen Jahrgänge zusammen, so kommt man auf rund 1.660 Personen. Würde man sich auf eine Gutschrift in Höhe von 50 Euro einigen, ergäbe dies unterm Strich eine Summe von 83.000 Euro. Eine Investition, die direkt und spürbar bei den Bürgern und Vereinen landen würde und sich in jeder Hinsicht bezahlt macht. In der Praxis könnte die Koordination eines solchen Projektes über den kürzlich geschaffenen Leitverband für den Ostbelgischen Sport (LOS) abgewickelt werden“, bilanziert Patrick Spies.

Bereits an diesem Dienstag bringt er das Thema der Sportgutscheine im Parlament der DG (PDG) zur Sprache (im Rahmen der öffentlichen Regierungskontrolle). Dann wolle er im breiten Dialog hierzu austauschen, meinte der SP-Politiker. (red/sc)

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