Zudem habe das „überstrapazierte Pflegepersonal (...) schmerzlich“ bemerkt, dass die „Corona-Maßnahmen zum Schutz der Älteren, die neurokognitiven Defizite beschleunigt haben“. Menschen mit Demenz brauchen mehr Zuwendung und Assistenz, ist sich die Alzheimer Liga Ostbelgien sicher. „Die Betroffenen sind verunsichert, weil sie ihren Alltag nicht mehr im Griff haben. Dazu kommt die Scheu, über die persönlichen Veränderungen zu reden“, so die Argumentation der Organisation.
Wie die Alzheimer Liga Ostbelgien mitteilt, bietet sie einen Treffpunkt für Menschen mit und ohne Demenz sowie deren Angehörigen an. Dort „begegnen sich Menschen, um in geselliger, diskreter, wohlwollender Runde auszutauschen über ihr Befinden, ihren Alltag und ihre Ängste. Was hier gesagt wird, bleibt auch in diesem geschützten Rahmen“, so der Wortlaut des Schreibens.
Die Liga führt aus, dass die Ursprünge des Alzheimer Cafés aus den Niederlanden stammen. Dr. Bere Miesen, klinischer Psychologe für ältere Menschen, habe 1997 die Idee gehabt, einen freundlichen Begegnungsort für an Demenz Erkrankte, ihre Ehepartner, Familienmitglieder, Freunde oder auch Angehörige der Gesundheitsberufe zu schaffen. In der Wallonie gibt es der Organisation zufolge bereits mehr als 50 solcher Alzheimer Cafés. „Die achtsame Atmosphäre an diesem Ort lässt Tabus brechen und gibt Betroffenen ein Gefühl der Zugehörigkeit, Anerkennung und Akzeptanz“, heißt es weiter.
Die ALO lädt Betroffene ein ins Alzheimer Café an jedem vierten Freitag im Monat im Haus der Begegnung, Kirchgasse 2, in 4700 Eupen. Das erste Treffen findet am Freitag, den 27. August 2021, von 14 bis 16 Uhr, statt. Es gelten die Corona-Hygiene-Regeln der Deutschsprachigen Gemeinschaft. (red/svm)
Coronabedingt ist die Teilnehmerzahl begrenzt und nur nach vorheriger Anmeldung unter möglich.
Per Telefon: 087/55.26.51
oder E-Mail:

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