Fünf EU-Mittelmeerstaaten besorgt über Folgen der Afghanistan-Krise

Es müsse über „mögliche Auswirkungen auf die Migration in den Erstaufnahmeländern und in der Europäischen Union“ beraten werden, hieß es in einem Brief dieser fünf Staaten an die slowenische EU-Ratspräsidentschaft, die am späten Sonntagabend in Athen veröffentlicht wurde. Die Innenminister der EU sollen am 18. September per Videokonferenz tagen.

Griechische Medien berichteten am Montag, Griechenland habe bereits erste Maßnahmen angesichts eines möglichen Zustromes von Migranten aus Afghanistan getroffen. Hochrangige Militärs hätten den Werdegang des Baus von Zäunen an seichten Stellen der griechisch-türkischen Grenzflusses Evros (türkisch: Meric) geprüft, berichtete der Nachrichtensender Real FM.

Die Lage auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis hat sich jedoch weiter entspannt. Erstmals seit Jahren leben nach Angaben des Athener Migrationsministeriums in und um die Camps der Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos weniger als 6.000 Menschen. Noch vor zwei Jahren lebten dort mehr als 42.000 Menschen. Die griechische Küstenwache hatte in den vergangenen Monaten die Kontrollen in den Meerengen zwischen diesen Inseln und er Türkei verschärft. (dpa/calü)

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