„Die Entbindungsstation im Eupener Krankenhaus ist ein wichtiger Bestandteil der Grundversorgung und eine der wenigen Angebote des Hospitals, mit denen die Bevölkerung positive Gefühle und Erfahrungen verbindet. Dieses Angebot in Eupen aufrechtzuerhalten und zu stärken, sollte daher zu einer absoluten Priorität des Krankenhauses gehören“, so der Minister in seiner Stellungnahme. „Ich bin mir sicher, dass die Krankenhausverantwortlichen aus Direktion und Verwaltungsrat alles daransetzen werden, um eine zeitnahe Lösung zu finden“.
Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft habe sich trotz fehlender Zuständigkeit wiederholt für eine Sicherstellung der Entbindungsstation stark gemacht. Erst kürzlich habe er mit dem zuständigen Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke über die Aufrechterhaltung des Dienstes in Eupen gesprochen, da die umliegenden Krankenhäuser im Inland zu weit weg liegen würden, je nachdem, wo man im Norden der DG wohne, so Antoniadis. Zwar könne man für den eigentlichen Akt der Entbindung aufgrund einer europäischen Richtlinie im benachbarten Ausland entbinden. Anders sehe es aber für Vor- und Nachuntersuchungen sowie die Begleitung aus.
Damit die Entbindung in Eupen attraktiver werde, brauchten junge Eltern aber eine Versorgungsgarantie und ein zeitgemäßes Angebot. Hier sei die Regierung, wie schon dem Krankenhaus bekannt, bereit, bei Vorlage eines entsprechenden Konzeptes in die Infrastruktur zu investieren. Erst in der vergangenen Legislaturperiode hätte man ein millionenschweres Projekt im Eupener Spital finanziert, erklärte der Minister. Er werde Ende August den neuen Generaldirektor der beiden Krankenhäuser in Eupen und St.Vith treffen. Neben den Themen zur strategischen Ausrichtung der beiden Standorte im Norden und Süden werde er sich auch über die Maßnahmen zur personellen Verstärkung der Entbindungsstation in Eupen informieren. Nicht zuletzt den gut ausgebildeten Hebammen, die in Eupen einen hervorragenden Job machen, sei man es schuldig, alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit sie über einen gesicherten Arbeitsplatz verfügen, forderte Antoniadis in seiner Stellungnahme. (red/ag)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren