WHO will Entpolitisierung der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus

<p>WHO will Entpolitisierung der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus</p>
Illustrationsbild: dpa

Die Suche nach den Ursprüngen des Erregers sollte keine Übung in Schuldzuweisungen oder Fingerzeigen sein. Die WHO macht dabei Druck auf China, für weitere Forschungen Zugang zu den wichtigen Daten der ersten Corona-Fälle von 2019 zu gewähren.

In diesem Zusammenhang gehe Italien als eines der ersten und am schwersten betroffenen Länder vorbildlich vor, so die WHO. „Der Austausch von Rohdaten und die Erlaubnis zur erneuten Untersuchung von Proben in Labors außerhalb Italiens spiegeln beste wissenschaftliche Solidarität wider und unterscheidet sich nicht von dem, was wir alle Länder, einschließlich China, ermutigen, zu unterstützen, damit wir die Studien zu den Ursprüngen schnell vorantreiben können und effektiv.“

In einem ersten WHO-Bericht vom März 2021 war die These, das Virus könnte aus einem Labor in China stammen, als höchst unwahrscheinlich verworfen worden. Der an dem Report federführend beteiligte Wissenschaftler Peter Embarek machte in einer Sendung des dänischen Fernsehens vom Donnerstagabend deutlich, dass China ursprünglich sehr viel Wert darauf gelegt habe, dass die Labor-These möglichst gar nicht in dem Bericht erwähnt werde. (dpa/calü)

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