Neue Daten: Arbeitsamt stellt saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Ostbelgien fest

<p>Neue Daten: Arbeitsamt stellt saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Ostbelgien fest</p>
Foto: David Hagemann

Insgesamt waren nach Angaben des Arbeitsamtes der DG Ende Juli 1.191 Männer (+111 bzw. +10 % im Vergleich zu Juni) und 1.295 Frauen (+230 bzw. +21 %) als Arbeitsuchende ohne Beschäftigung eingetragen. Dies entspricht insgesamt einem Anstieg um knapp 16 %.

Nach dem historischen Tiefstand der letzten Monate ist die Arbeitslosenrate derweil auf 6,7 % gestiegen. Im Norden Ostbelgiens beträgt sie 9,1 %, in den Eifelgemeinden 3,3 %. “Hier muss darauf hingewiesen werden, dass Personen die wegen der Covidkrise oder der Flutkatastrophe in Kurzarbeit sind, in diesen Zahlen nicht mit berechnet werden, da sie weiterhin unter Arbeitsvertrag stehen und daher nicht als Arbeitsuchende gezählt werden”, heißt es einem Schreiben. Der Anstieg sei wie jedes Jahr in den Sommermonaten Juli und August einerseits mit der Eintragung von Schulabgängern zu begründen und zum anderen von Beschäftigten, unter anderem aus dem Unterrichtswesen und dem Einzelhandel, die während der Urlaubszeit als Arbeitslose registriert werden, heißt es weiter.

Auch in den anderen Regionen des Landes liegen im Vergleich zum Juni steigende Werte vor, mit Ausnahme der Region Brüssel-Hauptstadt, wo sich die Werte kaum verändert haben. Insgesamt sind in Belgien Ende Juli rund 476.500 unbeschäftigte Arbeitsuchende gemeldet, was einem Anstieg im Vergleich zum Vormonat um 6,6 % entspricht. Die Arbeitslosenrate Belgiens steigt damit auf 9,2 %. In Flandern beträgt der Anstieg +8,8 %, in der Wallonie +7,2 %. Im Vergleich zum Vorjahr sind in Ostbelgien wie schon seit März weiterhin sinkende Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen.

Im Vergleich zu Juli 2020 sind 287 Personen weniger gemeldet, was einem Rückgang um rund 10 % entspricht. “Hierbei ist natürlich anzumerken, dass seit März letzten Jahres aufgrund der Coronakrise erhöhte Arbeitslosenzahlen vorlagen. Dieser Rückgang der Arbeitslosigkeit ist in allen Gemeinden Ostbelgiens festzustellen.” Auch in den anderen Regionen sind Ende Juli weniger Arbeitsuchende gemeldet als im Vorjahr. Auf Landesebene beträgt der Unterschied -8 % (rund 41.700 Personen weniger). Besonders ausgeprägt bleibt der Rückgang mit -15 % in Flandern, in Wallonien sind rund 5 % weniger Arbeitsuchende gemeldet. Nur in Brüssel bleibt es wie schon in den Vormonaten bei einer gegenläufigen Entwicklung (+1 %). Aufgrund der Schulabgänger liegt der größte Anstieg mit +47 % in der Gruppe der Jugendlichen unter 25 vor (115 Personen mehr als im Juni). Auch die Zunahme (um zusammen über 25 %) in der Gruppe der Personen mit Abitur oder Hochschulabschluss ist vornehmlich auf die Schulabgänger und Personen aus dem Unterrichtswesen zurückzuführen. (red/calü)

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