Im Gegensatz zu vielen Privatschulen wird die Sprache an staatlichen Schulen bislang kaum unterrichtet. „Wir wissen, dass Latein den Ruf hat, ein elitäres Fach zu sein, das nur wenigen Privilegierten vorbehalten ist“, sagte Bildungsminister Gavin Williamson dem Blatt. „Aber das Fach kann jungen Menschen so viele Vorteile bringen, also möchte ich diese Kluft beenden.“ Der Lehrplan dürfe keinen Unterschied zwischen staatlichen und privaten Schulen machen.
Das Ministerium setzt zudem darauf, dass Latein auch beim Erlernen anderer Sprachen hilft. So ist etwa die Zahl der Schüler, die Französisch für ihre Schlussprüfung (A-level, in etwa vergleichbar mit dem Abitur) wählen, seit Jahren rückläufig. Doch auch in anderen Fächern wie Englisch oder Mathe seien Lateinkenntnisse hilfreich.
Einer Untersuchung des Kulturinstituts British Council zufolge wird Latein derzeit nur an 2,7 Prozent aller staatlichen, aber an der Hälfte (49 Prozent) der privaten Schulen gelehrt. Das Pilotprojekt, an dem zunächst 40 Schulen teilnehmen sollen, beinhaltet auch Besuche römischer Stätten im Land, um ein tieferes Verständnis für die Kultur zu fördern. (dpa/sc)

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